17:09 17 Februar 2020
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    Eine Reihe von Militärmanövern in der Ukraine und in den Nato-Ländern fiel zeitlich mit dem Beginn einer neuen Übungsphase in der russischen Armee zusammen. Das ist wohl kein Zufall, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Am Donnerstag fand eine überraschende Überprüfung der Kampfbereitschaft der Einheiten des Militärbezirks Süd statt. Zudem laufen Vorbereitungen für die internationalen Übungen „Slawische Bruderschaft 2017“, die in der kommenden Woche in Weißrussland unter Teilnahme russischer und serbischer Landungstruppen stattfinden

    Bei der Überprüfung der Kampfbereitschaft im Militärbezirk Süd kamen motorisierte Schützen-, Panzer- und Artillerie-Einheiten in den Teilrepubliken Tschetschenien, Dagestan, Südossetien, der Region Krasnodar sowie Einheiten der Marineinfanterie der Schwarzmeerflotte und der Kaspischen Flottille zum Einsatz. Diese Einheiten müssten bei einer plötzlichen Aggression gegen Russland als erste reagieren. Es wird die Abwehr von Angriffen eines potentiellen Gegners geübt.

    Die Truppen des Militärbezirks Süd sollten Aufgaben unter erschwerten Bedingungen in der westlichen strategischen Richtung lösen. Bekannt ist, dass an der Grenze zur Krim und im Donezbecken fast 80 Prozent der Streitkräfte der Ukraine und der Nationalgarde stationiert sind, die an Kampfhandlungen gegen die Volksrepubliken Donezk und Lugansk teilnehmen. Vor wenigen Tagen fanden Großmanöver der ukrainischen Truppen und Sicherheitsdienste in den Gebieten Cherson, Saporoschje und Charkow statt. Als Ziel dieser Übungen wurden der Antiterrorkampf und die Abwehr der „russischen Bedrohung“ genannt.

    Die militärischen Aktivitäten der Ukraine fielen zeitlich mit Großmanövern der Nato-Länder zusammen. Vor dem Hintergrund der ständigen Bodenübungen in den baltischen Ländern, Polen und Deutschland begann am Donnerstag im polnischen Stettin das Großmanöver BALTOPS, an dem Nato-Länder sowie neutrale Staaten zur Gewährleistung der Sicherheit in der Ostsee teilnehmen. Das Manöver dauert bis zum 16. Juni.

    Das Vorgehen der Nato-Einheiten wird natürlich von Aufklärungseinheiten des Militärbezirks West verfolgt. Kurz vor dem Manöver übten Schiffe der Baltischen Flotte im Finnischen Meerbusen Artillerieschießen gegen Zielscheiben.

    Zudem findet vom 6. bis zum 14. Juni auf dem weißrussischen Gelände Brestski das Antiterrormanöver „Slawische Bruderschaft“ statt, an der russische, weißrussische und serbische Militärs und Militärtechnik teilnehmen.

    Die Nato ist anscheinend besorgt über diese Übung. Laut westlichen Medien näherte sich vor wenigen Tagen ein US-Aufklärungsflugzeug RC-135W der russischen Grenze nahe des Gebiets Kaliningrads auf eine Entfernung von 50 Kilometern an und flog 60 Kilometer entfernt an der weißrussischen Grenze nahe dem Gebiet Brest vorbei. Später wurden ähnliche Aufgaben von einem Nato-Flugzeug E-3A AWACS erfüllt.

    Laut dem russischen Militärexperten Juri Netkatschew wird es nach den Nato-Manövern im Baltikum demnächst auch Militärübungen im Schwarzen Meer geben. Im Juli finden bei Odessa und im Gebiet Nikolajew die ukrainisch-amerikanischen Übungen „Sea Breeze 2017“ statt, an denen bis zu 1000 US-Militärs, fünf Schiffe, zwei U-Boote, Flugzeuge und Hubschrauber teilnehmen. Ungefähr ebenso viel Militärs und Technik werden auch andere Nato-Länder, Teilnehmer des Programms „Partnerschaft für Frieden“, bereitstellen. Etwas später finden Übungen in Georgien statt. Am Manöver „Noble Partner 2017“ nehmen Militärs aus zehn Nato-Ländern teil. Im September, wenn in Russland die Kommandostabsübungen „West 2017“ beginnen, findet in der Ukraine das ukrainisch-amerikanische Manöver „Rapid Trident” statt.

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    Übungen, Manöver, NATO, Balkan, Donbass, Russland, Ukraine