09:09 09 Dezember 2019
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    Mit Raketensystem Kalibr bewaffnete Fregatten der russischen Marine

    Raketen-„Orkan“ für russische Marine vor Stapellauf

    © Foto : Verteidigungsministerum Russlands
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    Der Stapellauf des ersten kleinen Raketenschiffs des Projekts 22800 „Karakurt“, das den Namen „Uragan“ (zu Dt: „Orkan“) tragen wird, soll bis Ende des Sommers erfolgen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Montag.

    Wie man beim Hauptstab der Marinekräfte verriet, ist der Stapellauf für Ende Juni bzw. Anfang Juli geplant, könnte aber auf Ende August verschoben werden. Die Seestreitkräfte werden die „Uragan“ voraussichtlich Ende Dezember erhalten.

    Das Schiff des Typs „Karakurt“, dessen Wasserverdrängung bei 800 Tonnen liegt, soll das 500 Tonnen schwere Artillerieboot des Projekts 12300 „Skorpion“ ablösen. Es wird mit modernsten Artillerie- und Flak-Systemen ausgerüstet sein. Unter anderem geht es um eine universale achtschussige Startanlage 3S14, die für Marschflugkörper „Kalibr“ geeignet ist, deren Reichweite 2500 Kilometer erreicht. Noch können damit Anti-Schiffs-Marschflugkörper „Onyx“ abgefeuert werden.

    Am Vorschiff der „Karakurt“ wird eine automatische Kanone AK-176 stehen, bei deren Entwicklung die neueste Stealth-Technologie angewandt wurde. Unter der Artillerieanlage befindet sich ein Behälter für 152 Geschosse des 76-Millimeter-Kalibers. Die Kadenz kann 125 Schüsse pro Minute erreichen. Die Schussweite auf Überwasser- bzw. Küstenobjekte wird 16 Kilometer betragen.

    Am Heck wird die „Karakurt“ den einmaligen Fla-Komplex „Panzyr-M“ haben, der gleichzeitig vier Ziele verfolgen kann. Der Munitionssatz beträgt 32 Raketen.

    Ein „Karakurt“-Raketenschiff sei „viel billiger als Zerstörer oder Kreuzer, wobei seine Kampfmöglichkeiten nur unwesentlich geringer sind“, sagte der Militärhistoriker Dmitri Boltenkow. „Der Bau eines dieser neusten kleinen Raketenschiffe dauert weniger als ein Jahr – gegenüber mehreren Jahren bei großen Schiffen. Deshalb wird die russische Marine schon in wenigen Jahren eine starke Gruppierung von Raketenschiffen bekommen, die nicht nur im Küstenraum, sondern auch in entlegenen Seegebieten handeln könnten.“

    Ein „Karakurt“-Schiff ist 65 Meter lang und zehn Meter breit. Es hat Diesel-Elektromotoren und kann eine Geschwindigkeit von 30 Knoten (mehr als 60 km/h) erreichen. Die Fahrweite beträgt 2500 Seemeilen (4630 Kilometer) und die Ausdauer 15 Tage. In drei Betrieben werden aktuell sieben Schiffe dieser Klasse gebaut. Die Seestreitkräfte Russlands rechnen mit mindestens 20 „Karakurt“-Schiffen.

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    Raketenschiff, Marine, Waffen, Russlands Seestreitkräfte, Dmitri Boltenkow, Russland