00:39 23 November 2017
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    Kampfjets beim Luftschlägen

    Amerikaner stellen Moskau auf Aufteilung Syriens ein

    © Foto: US Air Force
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    Nesawissimaja Gaseta
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    Die USA versetzen immer neue Luftschläge gegen die Stellungen der syrischen Regierungstruppen, was in Moskau als Gefahr für seine Militärs betrachtet wird, die sich dort im Rahmen eines entsprechenden internationalen Vertrags aufhalten. Dies schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Allein in diesem Jahr gab es drei solche US-Aktionen gegen die Kräfte von Präsident Baschar al-Assad und dessen Verbündete: Am 7. April wurde der syrische Stützpunkt Schairat mit insgesamt 60 Tomahawk-Marschflugkörpern beschossen, nachdem berichtet worden war, Damaskus hätte Chemiewaffen gegen friedliche Einwohner eingesetzt.

    Am 18. Mai fand ein Bombenangriff gegen eine Kolonne der syrischen Militärtechnik des schiitischen Volksheeres statt, das Assad unterstützt. Und am vergangenen Dienstag griffen die Amerikaner erneut die syrischen Regierungskräfte an.

    Aus Washington verlautete dazu:

    „Trotz unserer früheren Warnungen haben die das Regime (Assads) unterstützenden Kräfte einen ‚Sicherheitsraum‘ betreten, wobei es sich um einen Panzer, Artilleriewaffen und Luftabwehrmittel (…) sowie mehr als 60 Soldaten handelte, die die Koalition und unsere Partner in der Garnison At-Tanfa gefährdeten. Die Koalition warnte diese Kräfte mehrmals und vernichtete dann zwei Artilleriewaffen, eine Luftabwehranlage und beschädigte einen Panzer.“

    Das sieht im Grunde nach einem Angebot der Amerikaner an Moskau aus, Syrien aufzuteilen. Zugleich gaben sie zu verstehen, dass sie ihre Interessen eventuell mit Waffen verteidigen würden.

    Damaskus muss sich offenbar damit abfinden, dass es den Norden des Landes verloren hat. Aber das scheint Washington nicht genug zu sein: Am Dienstag wurde bekannt, dass die so genannten „Syrischen Demokratischen Kräfte“ (SDS), die die Unterstützung der USA genießen, den Sturm der informellen IS-„Hauptstadt“ Rakka begonnen haben.

    Inzwischen befinden sie sich bereits auf dem rechten Euphrat-Ufer und gehen weiter. Es ist unwahrscheinlich, dass Damaskus diese Gebiete irgendwann wieder unter seine Kontrolle nehmen kann. Dasselbe passiert auch im Süden Syriens, an den Grenzen zu Jordanien und dem Irak, wo sich andere mit den USA verbundene Oppositionskräfte befinden.

    Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses in der russischen Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Wladimir Schamanow, erklärte gestern, dass Moskau eine unverzügliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats initiiert habe, um das jüngste Vorgehen in Syrien zu besprechen. Dabei werde der gesamte Komplex möglicher Maßnahmen erörtert, denn die USA handelten nicht nur „unfreundschaftlich“ gegenüber Syrien und Russland, sondern verstießen dabei auch gegen das Völkerrecht. Und das ist offenbar alles, womit der Kreml auf die praktischen frechen Handlungen der Amerikaner antworten kann.

    Washington ist sicherlich von seiner militärischen Überlegenheit überzeugt, und seine Luftschläge gegen die syrischen Regierungskräfte sehen wie eine Politik des Drucks auf Moskau aus. Auf Damaskus‘ Meinung nehmen die Amerikaner in diesem Streit überhaupt keine Rücksicht. Höchstwahrscheinlich werden sie auch weiterhin so agieren. Damit bestimmen die USA offenbar die Grenzen, in denen sie Moskau gestatten, die Situation in Syrien zu beeinflussen.

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    Tags:
    Aufteilung, Streit, Krieg, Luftschläge, Anti-IS-Koalition, Baschar al-Assad, Syrien, Russland, USA
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