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03:00 13 November 2019
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    Raketensystem Buk bei Militärparade

    Buk-Roboter-Raketen schützen fortan Fernen Osten Russlands

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    Das russische Verteidigungsministerium setzt die Umrüstung der 35. Fla-Raketenbrigade der 36. Armee in Ulan-Ude fort, schreibt die Zeitung "Iswestija" am Dienstag.

    Es geht um die Ausrüstung der Brigade mit neusten hochmobilen Mehrzweck-Flugabwehrraketensystemen Buk-M3. Sie sind für das Abfangen von Drohnen, Marschflugkörpern und ballistischen Raketen, Flugzeugen und Hubschraubern geeignet.

    Wie aus dem Verteidigungsministerium verlautete, wird die Raketenbrigade in Ulan-Ude der erste Truppenteil in Sibirien bzw. im Fernen Osten sein, der Buk-M3-Raketensysteme bekommt. Die Umschulung der Soldaten soll bereits im Juni beginnen und zwei Monate dauern.

    Der Militärexperte Viktor Murachowski verwies darauf, dass bei der Herstellung der Buk-M3-Raketensysteme viele innovative Lösungen umgesetzt worden seien, die sowohl die Betriebs- als auch die Gefechtseigenschaften des neuen Fla-Raketensystems unmittelbar beeinflussen würden.

    „Im Unterschied zu früheren Modifikationen befinden sich die Buk-M3-Raketen auf der Startanlage in einem besonderen Transport- und Start-Container. Dadurch können sie sicherer gelagert werden, und die Einsatzbereitschaft dieses Flugabwehrsystems ist im Allgemeinen besser. Es gibt immerhin gewisse Normen für den Verbleib einer Rakete auf der Startanlage. (…) Dank dieses Containers sind sie wesentlich gewachsen, das Nachladen der Anlage geht indes bedeutend schneller“, so der Experte.

    Sehr wichtig ist nach seiner Auffassung, dass die Buk-M3-Raketen automatisch gelenkt werden. Im Grunde sei dies eine „Roboter-Rakete“, so Murachowski. Dieses Flugabwehrsystem könne selbst Ziele orten, klassifizieren und der Bedienungsmannschaft Entscheidungen zu ihrem Abfangen bieten. Sie müsse dann nur entscheiden, ob sie schießen werde oder nicht.

    Die Umrüstung der Luftabwehrbrigade in Ulan-Ude wird eine zusätzliche Sicherheitsgarantie für den Fall einer weiteren Eskalation der Situation auf der Halbinsel Korea sein“, zeigte sich der Experte des Fernost-Instituts der Russischen Akademie der Wissenschaften, Wassili Kaschin, überzeugt. „Die Brigade könnte weiter in den Osten verlegt und für die Verteidigung der dortigen Verwaltungs- und Industriezentren eingesetzt werden.“

    Das Flugabwehrraketensystem Buk-M3 gehört der vierten Generation von mobilen Mittelstrecken-Flugabwehrraketensystemen an. Jede selbstfahrende Anlage hat sechs statt vier (wie beim Buk-M2-Modell) Fla-Raketen, die jederzeit abgefeuert werden können. Die neuen Raketen des Typs 9M317M besitzen einen Ziel-Lenk-Sprengkopf und können superschnelle Ziele aus einer Entfernung von 30 Kilometern oder gar „hinter dem Horizont“ abfangen, wenn sie bei der Zielortung durch AWACS-Flugzeuge, Kampfjets oder Drohnen unterstützt werden. Eine Buk-M3-Rakete kann bis zu 36 Ziele gleichzeitig verfolgen, die eine Geschwindigkeit von bis zu drei Kilometern pro Sekunde haben und sich in einer Entfernung von 2,5 bis 70 Kilometern befinden, und sie mit hoher Treffsicherheit vernichten.

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    Tags:
    Ausrüstung, Fla-Raketensysteme, Flugabwehrsystem, Buk-M3, AWACS-Flugzeug, Streitkräfte der Russischen Föderation, Viktor Murachowski, Russland