12:53 18 August 2017
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    Konzert der deutschen Band Scooter in Russland (Archivbild)

    Scooter tritt auf der Krim auf – trotz deutscher Kritik und Kiewer Drohungen

    © Sputnik/ Ewgenij Reznik
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    Iswestija
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    Die Techno-Band Scooter plant einen Auftritt auf dem „#ZB Fest“ vom 4. bis 5. August in Balaklava auf der Krim. Das meldet die Zeitung Iswestija unter Berufung auf die deutsche Bild-Zeitung.

    Scooter-Frontmann H. P. Baxxter betrachtet nach eigener Auskunft das Festival nur als Musikveranstaltung.

    „Wir fahren nicht auf die Krim, um dort Politik zu machen, sondern weil wir dort unsere Fanbase haben“.

    Allerdings sorgen die Informationen über die Teilnahme von Scooter am „#ZBFest“ für heftige Kritik seitens einiger Politiker in Deutschland. So verurteilte Rebecca Harms, Abgeordnete der Grünen im Europaparlament, die Krim-Pläne von Scooter. Ihr zufolge geht es gar nicht, deen Auftritt auf dem größten russischen Militärstützpunkt am Schwarzen Meer mit Interessen der Fans zu begründen.

    Die US-amerikanische Rap-Gruppe Onyx (Archivbild)
    © AP Photo/ Invision/Arnold Turner
    Von ukrainischer Seite wurde der Auftritt von Scooter vom stellvertretenden Staatsanwalt des Landes, Jewgeni Jenin, kritisiert. Er warnte die Musiker vor einer strafrechtlichen Verantwortung für den Krim-Besuch. „Auf Gesetzesverstöße dieser Art stehen Haftstrafen von ein bis acht Jahren, abhängig von den Umständen.“ Aktuell werde bereits gegen „mehrere Ausländer ermittelt“, schrieb die Bild-Zeitung.

    Jenin zufolge sind nur ukrainische Unternehmen berechtigt, Konzerte auf der Krim zu organisieren. Mit ihrem Auftritt in Sewastopol verstoße die Band gleich gegen zwei Gesetze der Ukraine. Dennoch bestätigten Vertreter von Scooter ihre Absicht, via Moskau auf die Krim zu reisen. Neben der deutschen Band werden beim „#ZBFest“ auch viele andere russische Gruppen und Interpreten auftreten.

    Das „#ZBFest“ findet seit 2015 statt. Mit dem Festival soll die Krim als angesagtes Touristenziel populär gemacht werden.

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    Tags:
    Proteste, Bedrohungen, Musikfestival, Konzert, Ukraine, Krim, Deutschland, Russland
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