22:03 11 Dezember 2017
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    Raketenangriff der iranischen Streitkräfte gegen IS, Kermanschach

    Aktive Phase des amerikanisch-iranischen Kriegs bereits im Gange?

    © AP Photo/ IRIB News Agency
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    Nesawissimaja Gaseta
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    Der Iran wird sich anscheinend nicht auf die bereits ausgeführten Raketenangriffe gegen Syrien beschränken. Wie der iranische General Ramasan Scharif sagte, wird es natürlich mehr Starts geben, falls der Islamische Staat konkrete Handlungen unternimmt, um die iranische Sicherheit zu verletzen. Dies schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    Allerdings seien die Raketen ebenfalls eine Botschaft an die USA und Saudi-Arabien. Laut Scharif versuchen einige Kräfte in der Region, darunter Saudi-Arabien, die Sicherheit des Irans zu untergraben.

    Die iranischen Streitkräfte unternahmen am 18. Juni einen Raketenangriff gegen die Stützpunkte der Terroristen im Osten Syriens. Russland stellte am 19. Juni das Zusammenwirken mit den USA nach dem Memorandum in Syrien wegen der abgeschossenen syrischen Su-22 ein.

    Die Flugzeuge und Drohnen der internationalen Koalition in Syrien werden nach der Vernichtung des syrischen Kampfjets Su-22 durch die Koalition fortan von russischen Flugabwehrmitteln im Raum westlich vom Euphrat begleitet. Die zwei militärischen Vorfälle (der abgeschossene Kampfjet und der Raketenangriff) ließen manche Experten behaupten, dass der IS-Krieg allmählich ein Schirm für einen bewaffneten Zusammenstoß zwischen dem Iran und den USA in Syrien werde.

    Der geistliche Führer Irans, Ajatollah Ali Khamenei, und die obersten Behörden des Landes kritisierten in der vergangenen Woche die Position und die Handlungen der USA. Khamenei sagte am Sonntag, dass jede Versuche, den Iran zu destabilisieren, scheitern würden.

    „In den letzten 38 Jahren gab es keinen Moment, wo sie nicht das islamische System ändern wollten. Sie werden wieder mit dem Kopf an die Wand stoßen, so wird es immer sein“, sagte Khamenei.

    Die Zeitung „The Guardian“ schreibt im Artikel „Krieg nach IS: Öffnet Trump die Tür für Konflikt mit dem Iran?“, dass die US-Streitkräfte dreimal das Feuer gegen iranische Truppen in Syrien eröffnet hätten und sich die Spannungen in einen ungeplanten Konflikt verwandeln könnten.

    Laut der britischen Zeitung geht die neue US-Administration in vielerlei Hinsicht chaotisch vor, will aber den iranischen Einfluss in der Region beseitigen. Die Kontakte auf hoher Ebene, die zwischen Washington und Teheran unter Barack Obama aufgestellt wurden, sind abgeschnitten. Der jetzige US-Staatschef Donald Trump hält an einer antiiranischen Rhetorik fest. Seine erste Auslandsreise war der Besuch in Saudi-Arabien. Laut Guardian hat Trump den Iran als globale Bedrohung neben IS und Al-Qaida dargestellt.

    Wie der Chef des Nationalen Iranisch-Amerikanischen Rats, Trita Parsi, in seinem neuen Buch „Verlust des Feindes: Obama, Iran und Triumph der Diplomatie“ schreibt, habe Trump mit seiner Reise nach Saudi-Arabien nicht nur das Fenster für einen allumfassenden Dialog geschlossen, sondern auch das Fenster für einen potentiellen Krieg gegen den Iran geöffnet. Laut dem Nahost-Berater Obamas, Robert Malley, liegen die drei gefährlichsten Orte auf der Erde im Jemen, im Gebiet zwischen dem östlichen Syrien und dem westlichen Irak sowie in den Sälen des US-Kongresses.

    Die USA haben ihre Positionen in Syrien bislang mit den mobilen Raketensystemen HIMARS geschützt. Doch es sei unklar, wie weit sich die US-Kontrolle ausdehnen wird, so „Guardian“.

    Was Russland betrifft, so werden die Schiffe der russischen Marine in dieser Woche weitere Raketentests im internationalen Gewässer des östlichen Mittelmeeres nahe der syrischen Küste absolvieren.

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    Raketen, Botschaft, Krieg, The Guardian, IS, Anti-IS-Koalition, Al-Qaida, Donald Trump, Ajatollah Ali Chamenei, Iran, Saudi-Arabien, Syrien, USA, Russland