02:15 23 November 2019
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    Mechaniker betanken ein F-15E der U.S. Air Force (Archivbild)

    USA setzen Luftkrieg in Syrien fort

    © Foto: U.S. Air Force/Master Sgt. Kevin Wallace
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    Die US-geführte Koalition setzt trotz Warnungen des russischen Verteidigungsministeriums ihren Krieg gegen die syrische Luftwaffe fort, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Wie CNN unter Berufung auf US-Beamten am Donnerstag mitteilte, zwang das Pentagon einen syrischen Militärjet des Typs Su-22 zum Abbruch seines Kampfeinsatzes nahe der Stadt Tabqa. Fast zur gleichen Zeit schoss der US-Kampfjet F-15E im südlichen Homs eine syrische Drohne Shahed 129 ab.

    Das Pentagon kommentierte die Vorfälle und sagte, dass die Su-22 ein gefährliches Manöver über Stellungen der proamerikanischen Demokratischen Kräfte Syriens flog. Das Flugzeug der Koalitionskräfte soll ein Warnmanöver absolviert haben. Danach änderte die Su-22 den Kurs und flog fort, so CNN-Quellen. Der Vorfall ereignete sich westlich von Euphrat, also im Luftraum, der laut dem russischen Verteidigungsminister seit 19. Juni von russischen Flugabwehrmitteln kontrolliert wird. Ob das Flugzeug der Koalition von den russischen Luftstreitkräften ins Visier genommen wurde, ist nicht bekannt.

    Ebenfalls nicht bekannt ist, warum die F-15E in Syrien eine Drohne Shahed 129 aus iranischer Produktion vom Himmel holte. Die Amerikaner erklärten den Abschuss damit, dass es sich angeblich um eine Angriffsdrohne handelte und sie die US-Koalitionspartner bedrohte. Dies geschah nahe des Grenzübergangs Al-Tanf, wo sich ein Stützpunkt des Pentagons befindet, wo US-Spezialeinheiten proamerikanische Kräfte ausbilden.

    Laut dem israelischen Portal newsru.co.il erklärten die USA den Luftraum im Radius von 55 Kilometern um den Stützpunkt zu Militärsperrgebiet und berichteten, dass sie dort jede fremden Flugzeuge und Drohnen abschießen werden. In diesem Gebiet schossen die Amerikaner bereits am 8. Juni eine iranische Drohne ab, die Koalitionskräfte nahe dem Stützpunkt unter Beschuss genommen hatte.

    Die Reaktion der russischen Seite auf die letzten Vorfälle ist unbekannt. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte am Donnerstag, dass Moskau von den USA eine detaillierte Untersuchung der Umstände des Vorfalls im syrischen Luftraum fordere, in dem am 18. Juni ein syrisches Flugzeug Su-22 abgeschossen worden war.

    Pläne eines aktiveren Kampfes gegen das Assad-Regime wurden auch von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt. Er warnte Damaskus vor dem Einsatz von Chemiewaffen und droht für diesen Fall an, einseitig Gewalt in Syrien anzuwenden.

    Somit ist kein besonderer Effekt von der russischen Position zu erkennen, Assad zu unterstützen und die Handlungen der Fliegerkräfte der Koalition westlich des Euphrats einzuschränken. Vor diesem Hintergrund zeigt sich im Norden Syriens die Türkei wieder aktiv, die militärische Einheiten zum Kampf gegen die von den USA unterstützten kurdischen Gruppierungen in die Provinz Aleppo schickte.

    Doch diese Handlungen können bislang nicht die Lage in Rakka beeinflussen, das weiterhin von kurdischen Aufständischen und Einheiten anderer arabischer Länder auf Seiten der Demokratischen Kräfte Syriens gestürmt wird. Wie sich herausstellte, sind die gegen den IS kämpfenden Kurden, die Ankara als Terroristen einstuft, vor allem mit türkischen Waffen ausgestattet, die ihnen vom Pentagon bereitgestellt wurden. Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu kritisierte die Position Washingtons, das die syrischen Kurden unterstützt. „Es ist unzulässig, Terroristen mit Waffen zu versorgen, nur weil wie sich an eine andere Ideologie als der IS halten. Das bedroht die Zukunft Syriens“, warnte Cavusoglu.

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    Abfang, Risiko, Wiederaufnahme, Abschuss, Lufteinsatz, Su-22, F-15E Strike Eagle, Maria Sacharowa, Mevlüt Cavusoglu, Baschar al-Assad, Türkei, Syrien, USA