03:21 26 Februar 2020
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    Das FBI hat etliche Mitarbeiter von Kaspersky Lab zu Hause besucht und Fragen zum Geschäft des russischen IT-Unternehmens gestellt, wie NBC News unter Berufung auf eigene Quellen berichtete.

    Wie die russische Zeitung „Wedomosti“ am Donnerstag schreibt, tauchten die FBI-Agenten nach Feierabend bei den Mitarbeitern der IT-Firma auf.

    Sie sprachen mit den Mitarbeitern und sammelten Informationen über die Arbeitsmethoden von Kaspersky Lab. Nach NBC-Angaben interessierten sie sich vor allem für die Verbindungen der Firma zu Moskau.

    Ein Sprecher von Kaspersky Lab bestätigte, dass es ein Treffen von Mitarbeitern mit FBI-Agenten gegeben habe. Er sagte, dass Kaspersky Lab ein privates Unternehmen sei und keine politischen Verbindungen zu Staaten habe. Das Unternehmen sei bereit, jedes Staatsorgan bei Untersuchungen zu unterstützen, weil es davon überzeugt sei, dass eine umfassende Analyse seiner Tätigkeit bestätigen werde, dass die Vorwürfe in Bezug auf Parteilichkeit haltlos seien.

    NBC hat keine Informationen, dass das Interesse des FBI an der russischen IT-Firma mit den Ermittlungen des Sonderstaatsanwalts Robert Mueller zusammenhängt, der zusammen mit dem FBI die angebliche Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahl untersucht.

    Laut NBC wird die Software von Kaspersky Lab in den USA im kommerziellen und staatlichen Bereich genutzt. Firmengründer Jewgeni Kasperski sei eng mit den russischen Behörden verbunden, berichtet NBC unter Berufung auf einen Vertreter der US-Behörden.

    Der Geheimdienstausschuss des US-Senats warnte im April den Nationalen Geheimdienstdirektor Dan Coats vor der Nutzung der Kaspersky-Lab-Produkte, wie ABC berichtete. Zudem sollen die Risiken eingeschätzt werden, die mit einer starken Marktposition von Kaspersky Lab in den USA verbunden sind. Die Antivirus-Software von Kaspersky Lab wird nicht nur von Privatpersonen und Unternehmen, sondern auch von staatlichen Einrichtungen wie Gefängnisverwaltungen genutzt. In den Geschäften Target und Best Buy werden Laptops mit vorinstallierter Antivirus-Software der Firma verkauft. Zuvor hatte Bloomberg über enge Verbindungen von Kaspersky mit den russischen Geheimdiensten berichtet, was Kaspersky jedoch bestreitet.

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    Tags:
    Ermittlungen, Spionage, Kaspersky Lab, FBI, Robert Mueller, Dan Coats, Jewgeni Kasperski, USA, Russland