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09:18 23 Oktober 2019
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    Wladimir Putin bei der ConfedCup-Eröffnungszeremonie in Sankt-Petersburg

    Nach Confed Cup: WM 2018 hat Chancen auf „Olympia-Weg“

    © Sputnik / Dmitrij Astakhow
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    Der am Sonntag zu Ende gegangene Confed Cup in Russland wurde sowohl von seinen unmittelbaren Teilnehmern als auch von der FIFA und den meisten ausländischen Medien überraschend positiv bewertet, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft 2018 wurde in Russland von Anfang an ähnlich wie die Vorbereitung der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi wahrgenommen: Die Euphorie nach dem Zuschlag für die Ausrichtung beider Wettbewerbe wurde bald von der Skepsis abgelöst, das Land könnte sich nicht rechtzeitig vorbereiten, so dass es wohl vernünftig wäre, die Organisation der WM einem anderen Land zu überlassen, das damit besser zurechtkommen würde. Hinzu kamen die Befürchtungen, bei der Vorbereitung würde es zur massenhaften Veruntreuung von Geldmitteln kommen.

    Besonders viel Kritik wurde am neuen Stadion in St. Petersburg geübt, dessen Bau gut zehn Jahre gedauert und statt der ursprünglich geplanten 6,7 Milliarden Rubel nahezu 50 Milliarden Rubel (umgerechnet etwa 770 Millionen Euro nach dem aktuellen Wechselkurs) gekostet hatte. Aber am Ende des Tages gab es bezüglich der „St. Petersburg Arena“, wo unter anderem das Confed-Cup-Endspiel stattfand, keine Probleme. „Die Hauptsache ist, dass der Rasen die Belastung verkraftet hat“, sagte der russische Vizepremier und Präsident des Russischen Fußballverbandes (RFS), Vitali Mutko. Er räumte allerdings ein, dass es noch viele technische Momente gebe, die geregelt werden müssen.

    Darüber hinaus gab es viele Befürchtungen im Kontext der Sicherheit während des Turniers. Daran waren teilweise russische Fans schuld, die beispielsweise während der vorjährigen Europameisterschaft in Frankreich eine große Schlägerei mit ihren britischen „Kollegen“ in Marseille ausgelöst hatten, die allerdings genauso betrunken waren, wie sie selbst. Angelsächsische Medien hängten diese Geschichte an die große Glocke und behaupteten, Ausländer sollten lieber nicht nach Russland reisen, wenn sie dort nicht ständig verprügelt werden wollen.

    Aber diese Geschichte in Marseille hatte wenigstens einen positiven Moment: Das war ein wichtiges Warnsignal an die russischen Ordnungskräfte, die kein einziges ernsthaftes Scharmützel zwischen den Fans zugelassen haben.

    Auch die Fußballer selbst betonten, sich in Russland absolut sicher gefühlt zu haben. Der Kapitän der deutschen Elf, Julian Draxler, der übrigens zum besten Spieler des Wettbewerbs gekürt wurde, bedankte sich in einem offenen Brief bei den Organisatoren des Confed Cups und auch bei den russischen Fans.

    Auch RFS-Ehrenpräsident Wjatscheslaw Koloskow hob die erfolgreiche Organisation des Turniers hervor.

    „Ich habe alle Spiele in Moskau besucht und kann bestätigen, dass alles auf höchster Ebene verlief. Da kann es keine Einwände geben, ob gegen die Sicherheitsmaßnahmen oder gegen die Kontrollen. (…) Seit 1980 war ich bei allen Wettbewerben unter der Schirmherrschaft der FIFA dabei und muss sagen, dass aus der Sicht der Organisation alle höchsten Standards eingehalten wurden. Darauf können wir stolz sein“, so Koloskow.

    FIFA-Chef Gianni Infantino sagte auf der Abschluss-Pressekonferenz: „Vor dem Turnier hörten wir viele Warnungen, in Russland würde es Probleme geben, und die Teilnehmer würden nur ungern dort hinreisen. Es gab aber keine Probleme – alles ist durchaus glatt verlaufen. Wenn ein problematischer Wettbewerb so verläuft, dann will ich, dass alle unsere Wettbewerbe so problematisch verlaufen.“

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    Vertrauen, Organisator, Lob, Fußball-WM 2018, ConfedCup 2017, Russischer Fußballverband (RFS), FIFA, Gianni Infantino, Russland