10:19 01 Dezember 2020
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    Die russische Schwarzmeerflotte darf demnächst mit zwei einmaligen Minenfangschiffen des Projekts 12700 („Alexandrit“) rechnen. Die beiden Schiffe, die die Namen „Georgi Kurbatow“ und „Wladimir Jemeljanow“ tragen werden, werden mit besonderen unbemannten Booten ausgerüstet sein, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Freitag.

    Wie man im Stab der Schwarzmeerflotte mitteilte, soll die „Georgi Kurbatow“ bis Ende 2018 der Flotte übergeben werden. Der Bau seines „Zwillings“-Schiffes „Wladimir Jemeljanow“ habe erst in diesem Jahr begonnen, so dass es erst 2020 in die Schwarzmeerflotte aufgenommen werde.

    Raketenzug Molodez in einem Museum
    © CC BY-SA 4.0 / Vitaly V. Kuzmin / Military railway missile complex 15P961 Molodets with RT-23 UTTKh ICBM (croped a photo)
    Die Minenjäger des Projekts 12700 sind relativ klein: Sie sind „nur“ etwa 62 Meter lang und haben eine Wasserverdrängung von etwa 900 Tonnen. Sie können eine Geschwindigkeit von 17 Knoten (31 km/h) erreichen und bis zu 1500 Seemeilen am Stück überwinden.

    Aktuell hat die russische Marine nur ein „Alexandrit“-Schiff, und zwar die „Alexander Obuchow“, die der Baltischen Flotte zur Verfügung steht.

    Ursprünglich sollten die Schiffe des Projekts 12700 mit französischen unbemannten Motorbooten Inspector (hergestellt von der Firma ECA) ausgerüstet werden. Dabei handelt es sich um neun Meter lange Boote mit zwei Horchanlagen an Bord, die Minen in einer Tiefe von zehn bis 100 Metern orten bzw. vernichten und sich vom Minenfänger auf zehn Kilometer entfernen können.

    Nach der Wiedervereinigung Russlands mit der Krim und den Ereignissen in der Ukraine habe sich Frankreich aber im Sinne der westlichen antirussischen Sanktionen geweigert, Moskau diese Motorboote zu verkaufen, teilte der Militärexperte Michail Barabanow mit. Russland musste also selbst solche Motorboote entwickeln.

    Allerdings habe das Inspector-Modell einen wichtigen Nachteil, ergänzte der Experte: Es sei nämlich zu groß, um an Bord des 12700-Schiffes gehoben zu werden. Die neuen russischen Motorboote haben diesen Nachteil nicht.

    Die „Alexander Obuchow“, das Flaggschiff des Projekts 12700, wurde am 22. September 2011 auf Kiel gelegt. Ursprünglich hätte es 2012 vom Stapel laufen sollen, aber aus verschiedenen Gründen, hauptsächlich wegen der Kontroversen mit den Franzosen wegen der Inspector-Boote, erfolgte der Stapellauf erst im Juni 2014.

    Der Bau der „Georgi Kurbatow“ begann am 24. April 2014. Sein Stapellauf ist für den kommenden Herbst geplant. Die „Wladimir Jemeljanow“ wurde am 20. April auf Kiel gelegt.

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    Tags:
    Stapellauf, Kriegsschiffe, Russland