09:56 26 Juni 2019
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    Abfahrt chinesischer Kriegsschiffe nach Dschibuti

    Schiffe mit chinesischen Soldaten an Bord nehmen Kurs auf Afrika

    © AP Photo / Xinhua News Agency/Wu Dengfeng
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    Mehrere Schiffe mit chinesischen Soldaten an Bord haben jüngst den Hafen Zhanjiang in Richtung Dschibuti verlassen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Donnerstag.

    Laut chinesischen Medienberichten hatten die Bauarbeiten am Stützpunkt schon im vorigen Jahr begonnen – nach dem Abschluss der „freundschaftlichen Verhandlungen“ mit den Behörden dieses kleinen Landes im Nordosten Afrikas. Die Zahl der Schiffe bzw. der Militärs an Bord bleibt allerdings unbekannt.

    Der Stützpunkt in Dschibuti wird der erste für die Volksrepublik China im Ausland sein, aber lange nicht die erste ausländische Basis für dieses Land selbst: Dort liegen bereits Stützpunkte der USA, Frankreichs und Japans. Dschibuti ist ziemlich populär unter anderen Ländern vor allem wegen seiner günstigen geografischen Lage, aber auch dank der ruhigen politischen Situation im Unterschied zu seinen meisten Nachbarländern.

    Wie chinesische Medien berichten, soll die Errichtung des Stützpunktes in Dschibuti eine wichtige Rolle für „verschiedene Missionen“ spielen: „für die Begleitung von Schiffen, für Friedens- und humanitäre Aktionen in Afrika und Westasien“. Darüber hinaus soll die neue Basis für verschiedene Aufgaben im Kontext der militärischen Kooperation mit anderen Ländern verwendet werden, insbesondere „für gemeinsame Übungen, für die Evakuierung und den Schutz chinesischer Staatsbürger im Ausland, für Rettungseinsätze und die gemeinsame Förderung der Sicherheit auf den internationalen Seeverkehrswegen“.

    In Peking beteuert man, dass es bei diesem Schritt vor allem um die Erweiterung der eigenen Möglichkeiten zur Festigung des globalen Friedens, „nicht aber um die Kontrolle über die ganze Welt“ gehe.

    China ist schon seit vielen Jahren der größte Handelspartner des Schwarzen Kontinents und investiert dort beträchtliche Mittel in diverse Infrastrukturprojekte. Unter anderem beteiligte sich das Reich der Mitte am Bau einer Eisenbahnstrecke zwischen Dschibuti und Addis Abeba (Äthiopien). 2015 hatte Peking versprochen, 60 Milliarden Dollar in die Entwicklung Afrikas zu investieren.

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    Tags:
    Kontrolle, Investitionen, Macht, Errichtung, Militärbasis, Dschibuti, Afrika, China