19:35 21 November 2018
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    Demonstrationsflüge bei MAKS 2017

    MAKS 2017: Die Luftfahrtmesse zu Zeiten exzessiver Sanktionen

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    Nesawissimaja Gaseta
    Moskauer Internationale Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2017 (21)
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    In Schukowski bei Moskau ist die 13. internationale Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2017 eröffnet worden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Die Moskauer Luftfahrtmesse wird seit 1993 alle zwei Jahre ausgetragen. Präsident Wladimir Putin erklärte in seiner Eröffnungsrede:

    „Wir haben nach wie vor starke Positionen im militärischen Flugzeugbau und im Raketen- und Raumfahrtbereich. Das Potenzial dieser Branchen ist auch weiter gefestigt.“

    Neben Le Bourget (Frankreich), Farnborough (Großbritannien), Abu Dhabi (VAE) und Zhuhai (China) gehört MAKS zu den weltweit wichtigsten Orten, wo die Errungenschaften der Luft- und Raumfahrtindustrie und zugleich der Luftabwehrbranche präsentiert werden.

    Trotz der von den USA und der EU verhängten Russland-Sanktionen nehmen an der Ausstellung in Schukowski mehr als 650 russische und ausländische Unternehmen aus 32 Ländern teil, darunter solche Riesen wie Boeing, Airbus, Pratt and Whitney.

    Auf der Messe gibt es zehn nationale Pavillons: von Deutschland, Frankreich, Italien, Tschechien, China, Indien, Kanada, Weißrussland, der Schweiz und dem Iran.

    Am Showprogramm werden sich Flugkünstler aus Russland („Russkije Witjasi“, „Strischi“ usw.), aber auch aus anderen Ländern („Baltic Bees Jet Team“ (Lettland) und „Fursan Al Emarat“ (VAE)) beteiligen. Zwar sind die Franzosen von „Patrouille de France“ und die Italiener von „Freece Tricolori“ nicht nach Russland gekommen, doch das werden die MAKS-Organisatoren bestimmt verkraften, denn das Showprogramm ist ohnehin inhaltlich sehr umfangreich.

    Darüber hinaus werden die Zuschauer solche Kampfjets wie T-50 (Maschine der fünften Generation), Su-34, Su-30, das neue Modell MiG-35 und den Übungs- bzw. Kampfjet Jak-130 sowie Hubschrauber Mi-28N, Mi-35, Mi-26 usw. in der Luft sehen.

    Bei der MAKS 2017 werden insgesamt 116 Militär- und Zivilflugzeuge präsentiert, insbesondere die strategischen Bomber Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3, das AWACS-Flugzeug A-50U, die Frachtmaschine Il-76MD-90A und die für das Zivilschutzministerium bestimmte Modifikation des Modells SSJ-100.

    Interessanterweise hatten internationale Konzerne wie Boeing, Airbus oder Pratt and Whitney keine Angst, trotz der Russland-Sanktionen zur Luftfahrtmesse nach Schukowski zu kommen. Das überrascht aber nicht, denn die Sanktionen sind äußerst selektiv. So kaufen Boeing und Airbus Titanelemente für ihre Flugzeuge ausgerechnet in Russland. Die Amerikaner haben sogar einen Betrieb in der Stadt Werchnjaja Salda (Gebiet Swerdlowsk) errichtet und bauen gerade den zweiten.

    Denn es ist nun einmal so: Auf der Welt gibt es wohl kein einziges Parlament und keinen einzigen Präsidenten, das bzw. der sich ins eigene Fleisch schneiden würde. Nur schwächere Länder, die ihre Souveränität zugunsten größerer und stärkerer Mächte aufgeben, akzeptieren solche Sanktionen, die ihren eigenen Wirtschaftsinteressen schaden. Aber für Boeing, Airbus und andere internationale Großkonzerne gilt das nicht.

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    Luftfahrtmesse MAKS, Sanktionen, T-50-Kampfjet, Mi-28, Sukhoi Superjet 100, MAKS 2017, Airbus, Boeing, EU, Wladimir Putin, EU, USA, Russland