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    Krieg in Syrien, Folgen (Archivbild)

    Russland übertrumpft USA in Syrien - Trump wegen „Zugeständnissen“ in der Kritik

    © REUTERS / Alaa Al-Faqir
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    Nesawissimaja Gaseta
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    „Putin hat in Syrien gewonnen!“ – unter diesem Motto hat die einflussreiche „The Washington Post“ am Freitag einen Artikel veröffentlicht, in dem es um den vom US-Präsidenten Donald Trump beschlossenen Stopp der CIA-Hilfen für die Regierungsgegner in Syrien ging, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    „Der Beschluss, das Programm zu beenden, bedeutet de facto die beschränkten Möglichkeiten Washingtons bei der Nutzung seiner Einflusshebel in Syrien sowie den fehlenden Wunsch, Assad zu stürzen“, heißt es in dem Artikel. Dabei wird dieser Beschluss Trumps als absichtliches Zugeständnis an Russland betrachtet.

    Luftangriff der US-geführten Koalition in Syrien
    © AP Photo / Lefteris Pitarakis
    Es gibt Gründe zu behaupten, dass eine solche Schlussfolgerung der „The Washington Post“ nur teilweise der Realität entspricht. Erstens sind in der Tat keine Zugeständnisse der USA gegenüber Russland zu erkennen. Dies sieht man anhand der Angaben dieser Zeitung sowie anderer US-Medien. Laut der „The Washington Post“ hatte Trump den Stopp der Hilfen für die syrischen Oppositionellen bereits vor dem historischen Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Hamburg angeordnet. Dieser Beschluss sei bei Trump „im Juni nach einem Treffen mit CIA-Chef Mike Pompeo und seinem Sicherheitsberater Herbert McMaster“ gereift, schreibt das Blatt.

    Zudem behauptet die Zeitung, dass der Beschluss Trumps vor allem die in Jordanien stationierten Extremisten betreffe, wo sie auch ausgebildet wurden. Jetzt legten die Präsidenten der USA und Russlands gemeinsam eine Sicherheitszone an der Grenze zu Jordanien fest. Natürlich sei es nun sinnlos, Extremisten in diesem Gebiet auszubilden. Zudem wurden keine Zugeständnisse an Putin gemacht, weil das Pentagon weiterhin andere bewaffnete Gruppierungen ausbildet.

    Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu veröffentlichte am Donnerstag Informationen über umfangreiche Rüstungs- und andere Hilfen der USA für bewaffnete Kurden-Einheiten und sunnitische Aufständische im Kampf gegen den IS. Laut Ankara erfolgt die Ausbildung und Versorgung dieser Einheiten auf zehn US-Militärobjekten in nordsyrischen Gebieten, die von den Einheiten der kurdischen PYD-Partei kontrolliert werden. Nach Angaben der Agentur sollen allein in der vergangenen Woche 195 Laster Waffen in den Norden Rakkas gebracht haben, wo PYD-Einheiten agieren. Daraus wird der Schluss gezogen, dass die Unterstützung dieser Einheiten durch die Amerikaner bis zur völligen Zerschlagung des IS erfolgen wird.

    Die Schlussfolgerungen der „The Washington Post” zum Sieg Putins in Syrien sind indes von der Wahrheit nicht weit entfernt. In den vergangenen Tagen trafen aus Syrien Meldungen ein über eine erfolgreiche Offensive der Regierungstruppen und der mit ihnen verbündeten schiitischen Gruppierungen, darunter nahe der Öl- und Gasfelder, die auf der rechten Seite des Euphrats liegen.

    Nach Informationen aus Damaskus rückten die Assad-Einheiten mit Unterstützung seitens der russischen Fliegerkräfte in diesen Tagen erfolgreich im Süden der Provinz Rakka vor und befreiten die Stadt al-Ramilan, einen Damm und 15 Ölbohrlöcher und Wasserversorgungsbrunnen, während die USA und die kurdischen Einheiten in Rakka feststecken. Medien zitieren einen Ingenieur, der berichtete, dass allein in den vergangenen drei Wochen in Rakka mehr als 40 Ölbohrlöcher unter Kontrolle der syrischen Regierung genommen werden konnten. Im Zuge der Offensive der syrischen Regierungstruppen seien die Extremisten seit Anfang Juli von den wichtigsten Ölvorkommen dieser Provinz vertrieben worden, so der Ingenieur.

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    Tags:
    Opposition, Hilfe, IS, CIA, Washington Post, Baschar al-Assad, Wladimir Putin, Donald Trump, Syrien, Russland, USA