19:39 12 Dezember 2019
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    Nach Erfolg von MAKS 2017: Was kommt weiter

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    Moskauer Internationale Luft- und Raumfahrtmesse MAKS 2017 (21)
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    Die internationale Luft- und Raumfahrtmesse „MAKS-2017“ in Schukowski (Gebiet Moskau) ist zu Ende gegangen und dabei ein voller Erfolg gewesen, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Montag.

    Trotz der langjährigen Russland-Sanktionen waren die größten Konzerne wie Boeing und Airbus dabei: Im Westen versteht man immerhin, dass Russland ein riesiger Absatzmarkt ist, und tut alles Mögliche, um zur Sanktionspolitik gegen Moskau auf Distanz zu gehen. Es ist allerdings eine große Frage, wer gewinnt – die Politik oder die Wirtschaft.

    Aber Russland kooperiert nicht nur mit den westlichen Ländern, sondern beispielsweise auch mit China. Im Rahmen der Moskauer Messe fand die Präsentation der zwölften Airshow China statt, die nächstes Jahr in Zhuhai ausgetragen wird. Im Grunde genommen haben die Chinesen damit die „MAKS“-Salons nachgeahmt – die erste solche Expo fand 1996 statt. Inzwischen gehört sie zu den größten regionalen Luftfahrtmessen und wird sich bald offenbar als eine der wichtigsten weltweit etablieren.

    Dass die Chinesen auf diesem Gebiet große Ambitionen haben, steht außer Frage. Nicht ganz klar sind indes die Perspektiven der „MAKS“-Messen. Denn Russlands sowohl militärische als auch zivile Beamte sprechen offen davon, dass diese Ausstellungen künftig Teil des militärtechnischen Forums „Army“ werden sollten, das auf dem Militärflugplatz in Kubinka (Gebiet Moskau) veranstaltet wird. Experten verstehen aber sehr gut: Falls „MAKS“ Schukowski verlässt, riskiert Moskau, diese Messe für immer zu verlieren. Doch leider werden wichtige Entscheidungen oft ohne Rücksichtnahme auf Expertenmeinungen getroffen.

    Dabei sind die wirtschaftlichen Ergebnisse des „MAKS 2017“-Salons durchaus überzeugend. So beteiligte sich daran erstmals das Forschungszentrum „Nikolai Schukowski“ und zeigte dabei mehrere sehr aussichtsreiche Produkte. Eines davon war beispielsweise das Modell eines Hybrid-Triebwerkes, das im Rahmen der Arbeit an einem künftigen Elektro-Flugzeug entwickelt wurde. Seine größte Besonderheit ist, dass dabei Elektroanlagen eingesetzt werden, die den Effekt der Hochtemperatur-Supraleitung nutzt.

    Elektro-Flugzeuge sind ein wichtiger Trend bei der Entwicklung der Luftfahrt im 21. Jahrhundert, und Russland liegt dabei mit in Führung.

    Auch für den Waffenexporteur „Rosoboronexport“ war die „MAKS 2017“ ein Erfolg: Es fanden Verhandlungen mit mehr als 50 internationalen Delegationen statt, wobei 15 Verträge bzw. Kooperationsabkommen unterzeichnet wurden.

    Die Holding „Wertoljoty Rossiji“ („Hubschrauber Russlands“) schloss gleich drei Verträge mit der chinesischen United Helicopters International Group ab, denen zufolge 2017 und 2018 zehn Hubschrauber nach China geliefert werden: fünf leichte „Ansat“-Maschinen (Modifikation für Nothilfe), drei Frachter Mi-171 und zwei Lösch-Hubschrauber Ka-32A11VS. Diese Helikopter werden voraussichtlich bei diversen Rettungseinsätzen bei den Olympischen Winterspielen 2022 zum Einsatz kommen, die in China ausgetragen werden.

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