10:16 13 Dezember 2017
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    Bau eines Atom-U-Bootes bei der Werft Swjosdotschka in Sewerodwinsk (Archivbild)

    Neue U-Boot-Flotte für Russland: „Uljanowsk“ geht zu Wasser

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    Am Freitag wird in Sewerodwinsk am Weißen Meer das Atom-U-Boot der 4. Generation „Uljanowsk“ auf Kiel gelegt. Es wird das siebte U-Boot des „Projekts 885 Jassen“ sein, das im Sankt Petersburger Maschinenbauwerk „Malachit“ entwickelt und in der Werft Sewmasch gebaut werden: Darüber schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Freitag.

    Bislang wurde nur das Flaggschiff dieser Serie der russischen Marine übergeben –die „Sewerodwinsk“. Das U-Boot „Kasan“ lief im März vom Stapel und durchläuft gerade die staatlichen Tests. Vier weitere U-Boote („Nowosibirsk“, „Krasnojarsk“, „Archangelsk“ und „Perm“) liegen noch auf Stapel.

    Die symbolische Zeremonie der Kiellegung  ist auch von praktischer Bedeutung. Damit begann die Finanzierung dieses konkreten Auftrags. Laut dem Generaldirektor der Werft, Alexander Busakow, ermöglichen eine regelmäßige Auslastung des Unternehmens und der rechtzeitige Erhalt von Finanzmitteln, die Vertragsverpflichtungen in Bezug auf die Fristen und Qualität und die Reduzierung der Kosten einzuhalten. Ein anschauliches Beispiel dafür war eine Serie aus sechs dieselelektrischen U-Booten des „Projekts 636.6“ („Noworossijsk“, „Rostow am Don“, „Stary Oskol“, „Krasnodar“, „Weliki Nowgorod“ und „Kolpino“) für die Schwarzmeerflotte, die in kurzer Zeit gebaut und an die Flotte übergeben wurden.

    Laut Militärexperten haben die U-Boote des „Projekts 636.3“ eine höhere Effizienz als das Basis-Projekt der „Warschawjanka“-Klasse. Dies wurde dank einer optimalen Kombination aus akustischer Verschleierung und Reichweite bei der Zielortung, einem modernen Informations- und Steuerungssystem sowie starken Torpedo- und Raketenwaffen erreicht.

    Auch die Serie der U-Boote, die für die Pazifikflotte gebaut wird, verspricht Erfolge. Es ist kein Geheimnis, dass die Unterwasserflotte der Marine erneuert werden muss, ihre taktischen Möglichkeiten müssen erhöht werden. Die neuen U-Boote für die Pazifikflotte sollen ebenfalls in der Werft „Admiraltejskije Werfi“ gebaut werden. Auch der Entwickler ist derselbe – das Konstruktionsbüro Rubin. Doch auf Anweisung des Verteidigungsministeriums sollen die wichtigsten Schiffssysteme des „Projekts 636.3“ für den Dienst im Pazifischen Ozean im Vergleich mit der Serie für das Schwarze Meer umfassend modernisiert werden. Das betrifft das Informations- und Steuerungssystem, Navigations- und hydroakustische Anlagen sowie den Radioanlagenkomplex. Zudem sollen die Bedingungen für die Besatzung verbessert werden.

    „Wir müssen daran arbeiten, den globalen Trend im Schiffsbau einen Schritt voraus zu sein“, sagte der Oberkommandeur der russischen Seestreitkräfte, Admiral Wladimir Koroljow, bei der jüngsten Marinemesse in Sankt Petersburg.

    „Damit unsere Flotte über Möglichkeiten verfügt, auf jede Bedrohungen auf den Weltozeanen zu reagieren, müssen wir zusammen mit Schiffsbauern langfristig denken“. Die Schiffe und U-Boote der russischen Marine müssten bereits in den kommenden fünf bis zehn Jahren über qualitativ neue Möglichkeiten in Bezug auf die Manövrierfähigkeit und Steuerung sowie die Radarausstattung und Bordwaffen verfügen, so Koroljow.

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    Atom-U-Boot, U-Boote vom Typ Warschawjanka, Stary Oskol, U-Boot Rostow am Don, U-Boot Noworossijsk, Russland
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