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    Donald Trump verlässt Weißes Haus für Sommerurlaub

    Vermasselter Urlaub von Präsident Trump

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    US-Präsident Donald Trump ist gerade für ein paar Wochen in den Urlaub gegangen, aber richtig entspannen kann er sich dabei wohl nicht, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

    Für Ärger sorgt ein Skandal um seinen Vize Michael Pence, der einen Artikel in der „New York Times“ dementieren musste, demzufolge er bei der Präsidentschaftswahl 2020 kandidieren will.

    Besonders schlimm für Trump ist aber die Nachricht, dass der Sonderstaatsanwalt Robert Mueller, der für die Ermittlungen der mutmaßlichen Einmischung Moskaus in den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 zuständig ist, die so genannte Grand Jury einberufen hat.

    Auf den ersten Blick gibt es daran nichts besonders Schlimmes. Doch daraus lassen sich gleich mehrere Schlüsse ziehen, und alle sind für Präsident  Trump negativ.

    Erstens werden Muellers Ermittlungen immer intensiver, und nach der Bildung der Grand Jury kann der Staatschef wohl die Hoffnung ausgeben, dass die Suche nach der „russischen Spur“ bei seinem Wahlsieg eingestellt wird. Die ganze Geschichte könnte noch viele Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern. Und Muellers Entlassung, die erst vor kurzem als Notmaßnahme erwägt wurde, würde jetzt einem Versuch gleichen, Feuer mit Benzin statt Wasser zu löschen.

    Zweitens genießt die Grand Jury riesige Vollmachten und kann jede Person vorladen, auch den US-Präsidenten. Erwähnenswert ist in diesem Kontext, dass Richard Nixon in den frühen 1970er-Jahren ausgerechnet nach seiner Aussage vor der Grand Jury zurückgetreten war. 

    Aber auch das ist noch nicht alles. Die Namen der Mitglieder der Grand Jury bleiben unbekannt, so dass sie von außerhalb nicht beeinflusst werden können. Selbst Trump weiß nicht, wer über sein Schicksal entscheiden wird: Der Sonderermittler Mueller muss ihm nicht Rede und Antwort stehen.

    Derzeit kann wohl niemand vorhersagen, wie die Entscheidung der Grand Jury ausfallen wird. Aber angesichts des allgemeinen Trends in Washington ist es unwahrscheinlich, dass sie Trump für unschuldig erklärt. Vielmehr wäre möglich, dass Vizepräsident Pence, der jetzt seine Loyalität zu Trump beteuert, dessen Amt viel früher als 2020 bekleiden wird.

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    Tags:
    Urlaub, Machtwechsel, Skandal, Präsidentschaftskandidat, Wahleinmischung, Ermittlung, New York Times, Robert Mueller, Mike Pence, Donald Trump, USA