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    Lage in der Volksrepublik Donezk. 22. Juni 2017

    US-Politologen besuchen Donbass - Eindrücke aus erster Hand

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    Eine US-Delegation wird die Volksrepubliken Donezk und Lugansk besuchen, um einen Eindruck von der dortigen Lage aus erster Hand zu erhalten, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Der US-Politologe und Slawist Stephen Ebert will Anfang September mit Kollegen die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk besuchen. Der Experte will die tatsächliche Situation in den Konfliktgebieten einschätzen und seine persönlichen Eindrücke mit denen in den westlichen Medien vergleichen.

    Laut Ebert wird über den Konflikt im Südosten der Ukraine von westlichen und besonders amerikanischen Medien nicht objektiv berichtet. Um die Situation adäquat einzuschätzen, muss man die Volksrepubliken persönlich besuchen.

    „Ich will die Volksrepublik Donezk vom 6. bis zum 8. September besuchen. Vielleicht reise ich auch in die Volksrepublik Lugansk. Das Ziel der Reise ist, die Situation im Konfliktbereich zu analysieren. Ich werde über alles berichten, was ich im Donbass sehen werde. Geplant sind Treffen mit lokalen Parlamentariern, Experten, Journalisten und Vertretern der Öffentlichkeit. Ich will von einfachen Bürgern ihre Hoffnungen, Wünsche und Sorgen hören“, sagte Ebert. „Mit anderen Worten: Ich will die Situation mit eigenen Augen sehen und sie im Westen vorstellen. Man braucht einen objektiven Blick auf die Situation.“

    Laut den Vertretern der Behörden der Volksrepubliken sind sie bereit, die ausländische Delegation zu empfangen und ihre Sicherheit zu garantieren.

    „Zu uns kamen hochrangige Vertreter der UNO, OSZE u.a. In allen Fällen gewährleisteten wir die Sicherheit. Falls jemand den Wunsch hat, die Volksrepublik Donezk zu besuchen, werden wir unsererseits alles Notwendige machen“, sagte der stellvertretende Kommandeur der Armee der Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin.

    In der Volksrepublik Lugansk hieß es ebenfalls, dass sie nie gegen Besuche von Experten gewesen sei, die auf eine unvoreingenommene Analyse der Situation im Konfliktbereich gerichtet sind. Lugansk sei immer offen für Besuche, sagte der stellvertretende Leiter des Volksrats der Volksrepublik Lugansk, Wladislaw Dejnego. „Mag er mit uns in Kontakt treten, wir werden seine Reise in die Volksrepublik Lugansk organisieren. Er kann mit eigenen Augen sehen, was hier geschieht, und wer die Minsker Abkommen verletzt“, sagte Dejnego.

    Zuvor hatten die Vertreter der Volksrepubliken die Bereitschaft geäußert, die US-Delegation mit dem US-Sonderbeauftragten für die Ukraine, Kurt Volker, zu empfangen, der Ende Juli Kiew und die von der Ukraine kontrollierten Gebiete im Osten des Landes besuchte. Der US-Diplomat reiste nach seinem Amtsantritt vor allem in die Ukraine, sah sich die Situation jedoch nur von einer Seite an. Nach diesem Besuch sagte er, dass dort nicht ein eingefrorener Konflikt, sondern ein heißer Krieg im Gange sei. Bislang reagierte er nicht auf die Einladung der Volksrepubliken.

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    Tags:
    Lugansker Volksrepublik, Donezker Volksrepublik, Kurt Volker, Stephen Ebert, Donbass, USA