14:02 15 August 2020
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    In Europa gehören Messerangriffe mittlerweile offenbar zum Alltag. Das schließt die "Rossijskaja Gaseta" in ihrer Montagausgabe aus den Prioritäten bei der Berichterstattung westlicher Medien.

    Angriffe auf Polizisten in verschiedenen EU-Ländern sind eine Art „Routine“ geworden, so dass Medien darüber in der Rubrik „unwesentliche Zwischenfälle“ schreiben.

    Am Freitagabend griff ein Mann mit einer Machete im Zentrum von Brüssel mehrere Polizeibeamte an. Später stellten die Ermittler darüber hinaus fest, dass er eine Schusswaffenattrappe und zudem zwei Exemplare des Korans bei sich hatte.  Die angegriffenen Polizisten erlitten leichte Verletzungen. Der Angreifer wurde niedergeschossen. Es wurde festgestellt, dass er aus Somalia kam, in Brüssel seit 2004 gelebt hatte und seit 2015 Staatsbürger dieses Landes gewesen war. Dabei hatte er nie zuvor Kontakte mit terroristischen Gruppierungen gehabt. Über die Ergebnisse der Durchsuchung seiner Wohnung informierte die Polizei nicht.

    Und im französischen Marseille wurden am Samstag drei Menschen verletzt, als sie von einem mit einem Messer bewaffneten Mann angegriffen wurden. Dieser wurde festgenommen und nach einer Untersuchung für unzurechnungsfähig erklärt. Die Behörden behaupten, dieser Zwischenfall sei kein Terroranschlag gewesen.  Über den Angreifer ist bekannt, dass er aus Paris stammt und der Polizei früher als Dieb bekannt gewesen war. Allerdings war er zuvor nie für geistesgestört erklärt worden.

    Und in London wollte die Polizei unmittelbar vor dem Buckingham Palace einen Mann überprüfen, den die Beamten verdächtig fanden. Gleich danach griff er die Ordnungshüter mit einem Messer an, wurde aber unmittelbar nach seinem Angriff gefasst.

    Laut der „Sunday Times“ haben die britischen Geheimdienste jüngst eine geheime Anti-Terror-Übung durchgeführt, bei der ein Überfall von Extremisten auf das Parlamentsgebäude imitiert wurde. Die Ergebnisse sind der Zeitung zufolge alarmierend: Im Falle eines Angriffs wären mehr als 100 Abgeordnete Opfer geworden.  Die Geheimdienstler, die die „Terroristen“ spielten, erreichten das Parlamentsgebäude in der Nachtzeit von der Themse aus. Sie brauchten nicht mehr als fünf Minuten, um das Gebäude unter ihre Kontrolle zu bringen.

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    Tags:
    Medien, Terror, Messerangriff, EU-Länder