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23:14 20 September 2019
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    UN-Vollversammlung (Archivbild)

    Moskau setzt Cybersicherheit auf Agenda der UN-Vollversammlung

    © AP Photo / Jason DeCrow
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    Russland wird demnächst in der OVKS, der BRICS und der SOZ neue Verhaltensregeln im Cyberraum präsentieren, schreibt die Zeitung "Iswestija" am Montag.

    Darüber hinaus werde Russland dieses Thema auf die Tagesordnung der UN-Vollversammlung setzen, die Mitte September beginne, kündigte der russische Präsidentenbeauftragte für Informationssicherheit, Andrej Krutskich, an.

    „Dieses Thema wird in der UN-Vollversammlung unbedingt besprochen. Aber sehr wichtige Entscheidungen werden auch in der ersten September-Woche getroffen, wenn sich die BRICS (in China) versammelt. Dabei werden sehr interessante Vorschläge veröffentlicht“, betonte Krutskich.

    Nach seinen Worten bemüht sich Moskau weiterhin um dieses Thema und „forciert diesen Prozess trotz des Misserfolgs einer Gruppe von Regierungsexperten der Uno“. Die Verhaltensregeln im Internet sollen „konkrete Umrisse“ dank der Bemühungen der Mitgliedsländer der BRICS, der OVKS und der OSZE – und dann der Uno – bekommen.

    Zuvor hatte Krutskich erklärt, Russlands Initiative zu internationalen Verhaltensregeln im Informationsraum würde von den meisten UN-Mitgliedern befürwortet werden. Aber wegen der Position der USA und einiger anderen Länder werde ihre Verabschiedung behindert.

    Manche Experten finden, dass es für Washington ungünstig wäre, solchen internationalen Regeln zuzustimmen, denn dann würden sie ihre Einflusskraft im Cyberraum verlieren.

    In Moskau ist man seinerseits überzeugt, dass die Festlegung von Verhaltensregeln im Internet keineswegs verzögert werden sollte, denn falls sie früher vereinbart worden wären, hätten die beiden jüngsten globalen Hackerangriffe verhindert werden können

    Der Berater des russischen Präsidenten für Internetfragen, German Klimenko, findet die negative Haltung der Amerikaner zu den internationalen Verhaltensregeln im Cyberraum nachvollziehbar.

    „Was bei Russland, Europa und Asien Sorgen hervorruft, ist für Amerika unwichtig. Die USA haben keine solchen Probleme, denn sie haben ohnehin alle Trümpfe im Ärmel auf diesem Gebiet“, so Klimenko.

    Falls die Kooperation in diesem Bereich tatsächlich in absehbarer Zeit beginne, werde sie sich zunächst nur auf das gegenseitige Vertrauen stützen. Beispielsweise sollten die Länder den Punkt über die ausschließlich friedliche Nutzung des Cyberraums unterzeichnen, auf Angriffe gegen kritisch wichtige Infrastrukturobjekte voneinander verzichten und die gemeinsame Bekämpfung von Hackerangriffen vereinbaren, vermutete der Internet-Experte.

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    Tags:
    Sorgen, Vorschlag, Agenda, Cybersicherheit, UN, USA, Russland