01:30 19 Oktober 2018
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    Altkanzler Gerhard Schröder beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg (Archivbild)

    Wird Gerhard Schröder neuer Chef im Rosneft-Aufsichtsrat?

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    Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder könnte den Vorsitz des Aufsichtsrats von Rosneft übernehmen. Das schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.

    Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder könnte nach Medienangaben Andrej Beloussow auf dem Posten des Rosneft-Aufsichtsratschefs ersetzen, wie es in dem Entwurf einer Regierungsdirektive heißt. Der Entwurf soll bereits abgestimmt und in die Regierung eingebracht worden sein. Gerhard Schröder ist auch Vorsitzender des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG.

    Gerhard Schröder bei SPIEF 2016 (Archivbild)
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    Der Vorschlag, den verantwortungsvollen Posten Schröder anzubieten, ist damit zu erklären, dass er „ein international angesehener Politiker ist, der sich kontinuierlich für strategische Kooperation Deutschlands und Europas mit Russland im Energiebereich eingesetzt hat. Zudem hat der ehemalige Kanzler exklusive Kompetenzen und Erfahrung eines unabhängigen Direktors in den größten russischen und internationalen Öl- und Gasunternehmen, darunter als Vorsitzender des Aufsichtsrats“, heißt es im Bericht.

    Der jetzige Aufsichtsratschef und Assistent des russischen Präsidenten, Andrej Beloussow, steht ebenfalls auf der Kandidatenliste, über die bei einer außerordentlichen Sitzung der Rosneft-Aktionäre am 29. September entschieden werden soll. Dass Beloussow von Schröder abgelöst wird, hängt laut „Kommersant“-Angaben damit zusammen, dass die russische Führung den Konflikt zwischen Beloussow und Rosneft-Chef Igor Setschin regeln will, der während des Deals zum Erwerb der russischen Mineralölfirma Baschneft im vergangenen Herbst ans Licht gekommen war. Die Ernennung einer solch angesehenen und bekannten Figur wie Schröder werde auch von ausländischen Rosneft-Investoren positiv wahrgenommen, so „Kommersant“-Quellen. Zugleich bedeute der Verbleib Beloussows im Aufsichtsrat, dass der Kreml ihm weiterhin das Vertrauen schenkt.

    Der Aufsichtsrat von Rosneft wird von neun auf elf Mitglieder aufgestockt. Hinzu kommen Vertreter der neuen Aktionäre – Glencore-Chef Ivan Glasenberg und Präsident für Forschungsentwicklungen der Qatar Foundation, Faisal Alsuwadi.

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    Tags:
    Nominierung, Chef, Ölförderung, Nord Stream, Rosneft, Igor Setschin, Andrej Beloussow, Gerhard Schröder, Russland, Deutschland