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    US-Marineinfanterist spricht mit einem Einheimischen im Dorf Gowragi, Afgahnistan (Archivbild)

    USA wollen Taliban zum Frieden zwingen

    © Foto : Official Marine Corps/ Sgt. Mark Fayloga
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    Der Befehlshaber der US- bzw. Nato-Truppen am Hindukusch, John Nicholson, ist vom Erfolg der Offensive der afghanischen Armee gegen die dortigen IS- und al-Qaida-Kräfte überzeugt, schreibt die "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag.

    Zugleich forderte der General die Taliban auf, den Kampf endlich zu beenden. „Hört auf, gegen Eure Landsleute zu kämpfen. Hört auf, unschuldige Menschen zu töten“, zitierte Associated Press Nicholson. „Streckt die Waffen und schließt Euch der afghanischen Gesellschaft an, helft beim Aufbau einer besseren Zukunft für Euer Land und für Eure Kinder.“ Gleichzeitig lobte der General die afghanischen Militärs und ergänzte, dass die Verluste der Taliban größer als die der afghanischen Armee gewesen seien.

    Mit einem ähnlichen Aufruf wandte sich auch US-Außenminister Rex Tillerson an die Taliban. Nach seinen Worten sollten die Kämpfer nicht damit rechnen, dass sie die Kräfte Kabuls bezwingen könnten. Zudem versicherte er, dass die US-Truppen am Hindukusch noch lange bleiben werden. „Das ist nötig, um den Taliban zu zeigen: Wir gehen nicht weg und bleiben hier so lange, wie das nötig sein sollte“, so Tillerson in einem Interview für Fox News. Die Taliban reagierten aber trotzig:

    „Wir werden niemandem unsere Waffen überlassen und werden solange Kämpfen, bis der letzte US-Soldat Afghanistan verlassen hat“, erwiderte ein Taliban-Sprecher.

    Trumps Administration ist entschlossen, die einst vom früheren Präsidenten Barack Obama begangenen Fehler zu vermeiden. Im Dezember 2009 hatte er nämlich die Entsendung eines zusätzlichen Kontingents nach Afghanistan angekündigt, gleichzeitig aber auch die Zahl der Soldaten und den Zeitpunkt mitgeteilt, zu dem sie den Hindukusch verlassen würden. Am Ende haben die Taliban nach Auffassung vieler Experten einfach den Abzug der US-Truppen abgewartet und dann den Druck auf Kabul ausgebaut.

    Deshalb weigert sich Trump, die Zahl der nach Afghanistan zu entsendenden Militärs mitzuteilen. „Amerikas Feinde dürfen unsere Pläne nicht kennen“, sagte der Präsident gegenüber Fox News. „Ich werde keine Informationen über unsere bevorstehenden Angriffe veröffentlichen, kann aber versichern, dass wir bestimmt angreifen werden.“

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    Änderung, Strategie, Taliban, Barack Obama, Donald Trump, USA, Afghanistan