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17:12 17 Oktober 2019
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    Anti-Terror-Übung in der Volksrepublik Lugansk

    Volksrepublik Lugansk wirft der Ukraine Mord an zwei Abgeordneten vor

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    In der selbsternannten Volksrepublik Lugansk macht man die Behörden in Kiew für den jüngsten Mord an zwei Abgeordneten des Lugansker Volksrats verantwortlich, schreibt die Zeitung "Iswestija" am Mittwoch.

    „Der Fall wird ermittelt, und es besteht der Verdacht, dass es sich dabei um eine Diversion seitens der Ukraine handelt“, sagte der Vizevorsitzende des Lugansker Parlaments, Wladislaw Dejnego. „Kiew organisiert derzeit gezielt Provokationen, um die Situation anzuspannen und den vor dem neuen Schuljahr vereinbarten Waffenstillstand zum Scheitern zu bringen.“

    Zuvor hatte der stellvertretende Generalstaatsanwalt der Volksrepublik, Grigori Zewenko, über den Mord an zwei Abgeordneten in der Nacht auf den 27. August mitgeteilt. Er weigerte sich jedoch, über jegliche Einzelheiten zu sprechen. 

    Aber das soll nicht die einzige Diversion gewesen sein. Der Sprecher des operativen Kommandos der Volksrepublik Donezk, Eduard Bassurin, verwies seinerseits darauf, dass die ukrainische Seite zum ersten Mal nach der Vereinbarung einer Waffenruhe diese sofort verletzt habe. „Wenn solche Verträge früher abgeschlossen wurden, wurde normalerweise eine bzw. anderthalb Wochen die Ruhe auch aufbewahrt. Diesmal ist es aber anders: Es wurden sofort ein Zivilist verletzt und ein Militär getötet“, betonte er. Allein am 29. August haben Kiews Truppen 33 Mal den Waffenstillstand verletzt und zudem durch die Minsker Vereinbarungen verbotene schwere Waffen an der Trennungslinie aufgestellt.

    „Wir beantworten die Provokationen aber nicht. Denn es wurde beschlossen, dass der Konflikt friedlich zu lösen ist. Die Verhandlungen in Minsk sind der diplomatische Weg zur Überwindung der Kontroversen“, so Bassurin.

    Aus dem jüngsten Bericht der OSZE-Beobachtungsmission geht hervor, dass seit der Vereinbarung der jüngsten Waffenruhe im Donezbecken mehr als 600 Verletzungen registriert worden seien, vor allem in den „traditionellen“ Konfliktherden: bei Awdejewka und Jassinowataja, in der Umgebung des Flughafens Donezk, östlich bzw. nordöstlich von Mariupol sowie südwestlich und südöstlich von Swetlodarsk. Die OSZE-Vertreter machen sich außerdem  Sorgen um den Einsatz von verbotenen schweren Rüstungen im Konfliktraum.

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    Tags:
    Minsker Abkommen, Abgeordnete, Attentat, Verletzung, Waffenstillstand, OSZE, Eduard Bassurin, Volksrepublik Lugansk, Ukraine