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04:30 22 August 2019
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    Presseprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa (Archivbild)

    Russlands diplomatische Web-Seiten ziehen auf ausspähsichere Server um

    © Sputnik / Ewgenij Bijatow
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    Die Webseiten der diplomatischen Vertretungen Russland sollen erneuert werden und zu russischen Servern wechseln, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Dienstag.

    Wie die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, betonte, handelt es sich dabei nicht einfach um die Änderung des Stils, sondern um die Verlegung der Webseiten der Auslandseinrichtungen zu russischen Servern. Experten zufolge soll dies die Sicherheit der Webseiten erhöhen und das Risiko von äußeren Angriffen minimieren.

    „Daran wird seit langem gearbeitet. In jedem Land gibt es einzelne Details. Diese Aufgabe wurde gestellt, wir setzen sie allmählich um. Es wurden bereits 171 Webseiten der russischen Einrichtungen im Ausland in Betrieb genommen. Sie laufen auf der Plattform des russischen Servers des Außenministeriums. An weiteren 69 Webseiten arbeiten unsere Spezialisten. Wir rechnen damit, bis Jahresende diese Arbeit abzuschließen. Es bleiben noch die Webseiten der Botschaften und Generalkonsulate, die weiterhin auf den Servern lokaler Provider betrieben werden“, sagte Sacharowa.

    Der Sprecherin des Außenministeriums zufolge gibt es drei Design-Modelle, die sich bei ihren Möglichkeiten unterscheiden und mehr oder weniger einheitlich aussehen. Größere Vertretungen wählen maximale Möglichkeiten. Als Beispiel führte sie die Webseiten der russischen Botschaften in Mexiko, Polen und Australien und die Vertretung des Außenministeriums in Nowosibirsk an.

    „Wir unterstützen auch einen Online-Dialog mit den Nutzern, hören auf die Meinung jener, die diese Webseiten regelmäßig nutzen, berücksichtigen ihre Wünsche“, so Sacharowa.

    Laut dem Cybersicherheitsexperten Andrej Massalowitsch ist es wichtig, dass die Webseiten der Botschaften und anderer Einrichtungen im Ausland zu russischen Servern wechseln. „Die Administratoren haben Zugang zum gesamten Inhalt der Server, darunter der Briefwechsel. Rein technisch kann der Provider die gesamten Aktivitäten des Nutzers abfangen. In diesem Zusammenhang ist es richtig, wenn sich die Server in Russland befinden.“ Falls sie sich im Ausland befinden, ist es beinahe unmöglich, den Versuchen von Hackerangriffen Widerstand zu leisten, so der Experte.

    Der Experte drückte allerdings Befürchtungen aus, dass die Verlegung der Webseiten zu russischen Servern auch einige Schwierigkeiten für Nutzer verursachen könnte – die Webseiten würden vielleicht länger hochgeladen. Das betreffe vor allem entfernte Länder.

    Bis vor kurzem befassten sich mit der Unterstützung der Webseiten der russischen diplomatischen Vertretungen Diplomaten selbst, die sich im jeweiligen Land befinden. Dies führte zu Informationsrisiken. Die Vereinheitlichung der Internet-Ressourcen würde dies verhindern.

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    Umzug, Heimat, Webseite, Außenministerium Russlands, Maria Sacharowa, Russland