05:41 23 Juli 2018
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    Hillary Clinton (Symbolbild)

    Clintons Anhänger hinter „Verbrechen russischer Hacker“ vermutet

    CC BY 2.0 / DonkeyHotey / Hillary Clinton's Underground Communications Center
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    Nesawissimaja Gaseta
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    Dass die Demokratische Partei in den USA so anfällig für Hackerattacken ist, könnte mit der Unzuverlässigkeit ihres Personals und nicht mit russischen Hackern zusammenhängen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Zu diesem Schluss kann man angesichts der neuen Details kommen, die im Fall Imran Avan, des ehemaligen Assistenten der Leiterin des Demokratischen Nationalkomitees, Debbie Wasserman Schultz, ans Licht kamen. Nach Angaben der konservativen Zeitung „Daily Caller“ kopierte Avan große Informationsmengen, die den demokratischen Mitgliedern des Repräsentantenhauses gehörten, und verschickte sie an einen geheimen Server.

    Avan wurde Ende Juli am Washingtoner Flughafen beim Versuch festgenommen, das Land zu verlassen. Ihm werden Betrug sowie Falschaussagen vorgeworfen. Allerdings gibt es hier auch einen politischen Hintergrund. „Daily Caller“ berichtete, dass der 37-jährige Berater der Leiterin des Demokratischen Nationalkomitees nicht nur wegen des Sammelns geheimer Informationen, sondern auch wegen ihrer Versendung an einen geheimen Server verdächtigt werde. Vor dem Hintergrund des Themas um die angebliche Einmischung russischer Hacker in die US-Wahlen gewinnt der Fall Avan offenbar zunehmend an Bedeutung.

    Der Server, an den Avan Informationen geschickt haben soll, war mit der demokratischen Gruppe des Repräsentantenhauses verbunden, die damals von Xavier Becerra geleitet wurde. Im Januar 2017 verließ er den Kongress und wurde zum Generalstaatsanwalt von Kalifornien ernannt. „Er wollte diesen Server säubern, doch wir machten darauf aufmerksam, dass sich der Server im Mittelpunkt der Untersuchung befindet“, sagte ein Vertreter der Rechtsschutzorgane. „Als wir eine Kopie des Servers beantragten, wurden uns bewusst falsche Angaben bereitgestellt.“

    Als gegen Avan Klage erhoben wurde, verließen seine Verwandten schnell die USA und reisten nach Pakistan aus. Auffallend ist auch, dass Avans Familie eilig Aktiva in den USA verkaufen und Finanzmittel aus den USA ausführen wollte.

    Wasserman Schultz erklärte die Verfolgung Avans damit, dass er Muslime sei. Ihr zufolge hatte er keinen Zugang zu geheimen Informationen, weil die Kongressmitglieder sie nicht auf Arbeitscomputern speichern.

    Doch was konkret Avan klauen und an Dritte übergeben konnte, ist unklar. Auf die Wahrhaftigkeit der Hypothese, dass die von Avan geklauten Daten sehr sensibel für die Demokratische Partei waren, verweist die Reaktion ihrer Funktionäre. Sie haben nicht nur den möglich Schaden nicht zugegeben, sondern sagen auch, dass es hinsichtlich der Cybersicherheit keinerlei Probleme gebe. „Wir sind uns sicher, dass in unserem Büro alles sicher ist“, so das Mitglied des Repräsentantenhauses Sander Levin.

    „Für die Parteimitglieder ist es unangebracht zu sagen, dass sie kompromittiert wurden“, sagte eine Quelle von „Daily Caller“. „Die Gesetzesbrecher hatten Zugang zu allen Informationen, darunter zu E-Mails. Imran Avan ist ein anschauliches Beispiel der Insidergefahr, das ist ein kriminelles Element, das Zugang zu allem hatte“. Es ist nicht auszuschließen, dass die Demokraten sich fürchten, mit den Ermittlern zu kooperieren, weil Avan aus Rache vertrauliche Informationen veröffentlichen könnte.

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    Tags:
    Hacker, Untersuchung, Einmischung, Wahlen, Demokratische Partei der USA, Hillary Clinton, Russland, USA
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