02:28 16 Dezember 2017
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    Syrische Regierungskräfte bei Deir-ez-Zor

    Russland ist bereit zum Kampf gegen US-Spezialkräfte

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    Nesawissimaja Gaseta
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    Washington setzt in der Uno die Versuche fort, die Regierung von Präsident Baschar Assad zu diskreditieren. Der politische Prozess wird vom Provozieren aktiver Kampfhandlungen der syrischen Opposition begleitet.

    Da syrische Regierungskräfte zusammen mit russischen Militärs vorgehen, wurden letztere zuletzt sogar von Extremisten attackiert, die von den Amerikanern unterstützt wurden, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.

    Falls sich die Situation nicht ändert, können die Gegenschritte Damaskus und Moskaus natürlich nicht nur Extremisten, sondern auch Militärs der USA treffen, die in den Reihen der Opposition vorgehen. Der Leiter der operativen Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Generaloberst Sergej Rudskoi, machte am Mittwoch eine Aufsehen erregende Verkündigung.

    Ihm zufolge haben US-Sicherheitsdienste eine Offensive von unversöhnlichen Extremisten mit Dschebhat an-Nusra an der Spitze in der Deeskalationszone Idlib initiiert, wo der Versuch unternommen wurde, Einheiten der russischen Militärpolizei anzugreifen. Laut Generalstab hatte der Angriff der Terroristen zum Ziel, die sich erfolgreich entwickelnde Offensive der Regierungstruppen östlich von Deir ez-Zor zu stoppen. Der russische Truppenverband in Syrien mit Generaloberst Sergej Surowkin an der Spitze konnte die Situation ändern. Die Spezialeinheiten wehrten die Angriffe der Extremisten ab. Allerdings bezeichnete das Pentagon die Verkündigungen des russischen Generalstabs darüber als unbegründet, dass die US-Regierung Unterstützung für die al-Nusra Front leistete als diese die russischen Militärs in der Zone Idlib attackierte.

    Allerdings wurden keine Beweise vorgelegt. Fakten zeigen jedoch, dass die Versuche der Amerikaner, die Handlungen der russischen Truppen und Einheiten zu verhindern, weiter gehen. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow berichtete am Donnerstag, dass die Offensive der syrischen Regierungstruppen und der russischen Spezialeinheiten bei Deir ez-Zor durch Extremisten der Demokratischen Kräfte Syriens verhindert wird. Aus den Gebieten am östlichen Ufer des Euphrats, wo sich Extremisten befinden, wurde zusammen mit Militärs der US-Spezialeinheiten zweimal aktives Feuer aus Minenwerfern und Mehrfachraketenwerfern gegen syrische Truppen eröffnet.

    „Via einem speziellen Kommunikationskanal wurde dem Vertreter des Kommandos der US-Streitkräfte in al-Udeid (Katar) in deutlicher Form berichtet, dass die Versuche des Beschusses aus Gebieten, wo sich die Demokratische Kräfte Syriens befinden, unverzüglich mit Feuermitteln gestoppt werden.“

    Bislang gab es keine Reaktion der USA auf diese Verkündigung. Doch früher hatten die Pentagon-Vertreter mehrmals den Wunsch geäußert, mit Russland in Syrien zusammenzuwirken. Das sagte auch US-Außenminister Rex Tillerson beim Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow am Rande der UN-Vollversammlung. „Wir wissen, welche Fragen heute am wichtigsten bleiben. Wir suchen weiter nach Bereichen des Zusammenwirkens, die vom gegenseitigen Interesse beider Länder in Syrien sind“, sagte Tillerson dem TV-Sender Fox News. Eine solche Position ist zu begrüßen, doch die USA gehen jetzt in vielerlei Hinsicht zum Nachteil Russlands und des Assad-Regimes vor. Das ist nach dem offiziellen Auftritt der US-Führung in der Uno zu diesem Thema sowie in Situationen zu erkennen, die in Syrien entstehen, wenn sich die Interessen der USA und Russlands kreuzen.

    Moskau verheimlicht nicht, dass es gegen den IS auf dem ganzen Territorium Syriens kämpfen wird, darunter östlich des Euphrats, wo jetzt die von den USA unterstützten Einheiten der Demokratischen Kräfte Syriens vorgehen und wo sich große Kohlenwasserstoffvorkommen befinden.

    Die syrischen Regierungskräfte und russische Spezialeinheiten erweitern die Aufmarschgebiete nördlich des Euphrats. In Deir ez-Zor befinden sich mehr als 85 Prozent der Gebiete unter völliger Kontrolle der syrischen Truppen. In der kommenden Woche soll die Stadt völlig befreit werden. Daraufhin soll die Befreiung der gleichnamigen Provinz beginnen, wo sich die wichtigsten Kohlenwasserstoffvorräte befinden.

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    Tags:
    Deeskalationszonen, Unterstützung, Terroristen, Militär, Zuspitzung, Al-Nusra-Front, Terrormiliz Daesh, UN, Pentagon, Verteidigungsministerium Russlands, Rex Tillerson, Deir ez-Zor, Idlib, Syrien, USA, Russland