17:34 19 Juni 2019
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    Generalleutnant Valeri Assapow (Archivbild)

    Russischer General in Syrien getötet - Der letzte Tag

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    Kommersant
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    Das russische Verteidigungsministerium hat am Sonntag den Tod eines hochrangigen Militärs in Syrien zum ersten Mal offiziell bestätigt, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Montag.

    Am 23. September war nämlich der Generalleutnant Valeri Assapow bei einem IS-Artillerieangriff in Deir-ez-Zor ums Leben gekommen.

    Der General weilte in Syrien als Militärberater und befand sich an jenem Tag auf einer Kommandostelle der syrischen Regierungskräfte in der Nähe von Deir-ez-Zor. Am 5. September hatten die Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad  unter Mitwirkung der russischen Luftwaffe die Blockade um diese Stadt durchbrochen, die sich 28 Monate lang in der Einkesselung von Kräften des so genannten "Islamischen Staates" befunden hatte.

    Nach der Befreiung der Stadt können Assads Truppen am Euphrat entlang vorrücken und die Grenze zum Irak erreichen. Aber die IS-Kämpfer widerstehen ihnen verbissen und beschießen Deir-ez-Zor so gut wie jeden Tag. Bei einem solchen Angriff ist General Assapow ums Leben gekommen.

    Im Verteidigungsministerium teilte man mit, dass ihm eine hohe staatliche Auszeichnung postum verliehen werde. Der Insider präzisierte allerdings nicht, um welchen Orden bzw. um welche Medaille es sich handeln könne.

    General Assapow war früher stellvertretender Befehlshaber der 5. Armee des Militärbezirks „Ost“ gewesen. Er hatte an zahlreichen Militäreinsätzen teilgenommen, unter anderem im Jahr 1995 in Tschetschenien (dort erlitt er eine schwere Verletzung) und 2002 in Abchasien. Er hatte mehrere Auszeichnungen, darunter den Tapferkeitsorden, den Orden für Militärische Verdienste, den Orden „Veteranenkreuz“ der 2. Stufe und die Medaille für Militärische Verdienste.

    In den frühen 2010er-Jahren war Assapow Kommandeur einer motorisierten Schützenbrigade im Militärbezirk „Ost“ und beteiligte sich an drei internationalen Manövern gemeinsam mit den Truppenteilen aus der Mongolei und Indien. Dafür erhielt er von Präsident Wladimir Putin im Jahr 2013 den Verdienstorden für das Vaterland 4. Stufe.

    Der Name Valeri Assapows war zuvor öfter in verschiedenen Medien im Kontext der Ukraine-Krise  erwähnt worden. Im März 2016 hatte beispielsweise das ukrainische Verteidigungsministerium behauptet, er hätte sich „am Militärkonflikt im Südosten der Ukraine beteiligt“.

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