12:04 18 Dezember 2017
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    russisch-weißrussische Übungen „Zapad 2017“ (Archivbild)

    Russland und Nato bleiben ohne ihren Rat

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    Iswestija
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    Die Nato hat den Russland-Nato-Rat nach den russisch-weißrussischen Übungen „Zapad 2017“ bis Jahresende auf Eis gelegt, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Donnerstag.

    Wie es aus russischen diplomatischen Kreisen heißt, sind die russisch-weißrussischen Übungen „Zapad 2017“, die im September stattgefunden haben, als Vorwand für diesen Schritt genommen worden. Die russische Vertretung im Brüsseler Nato-Quartier und der Pressedienst der Nato teilten mit, dass bislang tatsächlich kein neues Treffen vorbereitet wurde. „Bis dato haben wir keine gegenständliche Vorbereitung für die nächste Sitzung des Russland-Nato-Rats begonnen“, hieß es in der ständigen Vertretung Russlands bei der Nato.

    In der Nato hieß es, dass die Allianz erst jetzt die Möglichkeiten für eine weitere Sitzung des Russland-Nato-Rats betrachte. „Seit Sommer 2016 traf sich der Rat fünf Mal. Bei den Treffen wurde unter anderem über die Situation in der Ukraine und in Afghanistan, die militärische Transparenz und die Senkung der Risiken gesprochen. Die Verbündeten der Nato sind für einen regelmäßigen, zielgerichteten und inhaltsvollen Dialog mit Russland im Rat bereit“, hieß es im Pressedienst der Nato.

    Die baltischen Nato-Länder versuchten mehrmals dieses Format einzufrieren. Dabei wurden sie von Großbritannien unterstützt. Dennoch liefen die Verbindungskanäle weiter, so russische diplomatische Quellen.

    Der ständige Vertreter Russlands bei der Nato, Alexander Gruschko, sagte mehrmals, dass der fehlende Wunsch der Nato, vom politisierten und kontraproduktiven Kurs abzurücken, den sie bei den Gipfeln in Wales und Warschau eingeschlagen habe, die Aufnahme der Beziehungen zu Russland behindere.

    „Die Manöver Zapad 2017 sind nur ein ausgeklügelter Vorwand, da die Übungen keine Gefahr darstellten. Den Übungen konnten Journalisten und Militärbeobachter beiwohnen. Angesichts der Spannungen in den internationalen Beziehungen ist das Streben, die Kooperation zu Russland zu torpedieren, äußerst verantwortungslos, unprofessionell und dumm. Vor dem Hintergrund globaler Bedrohungen sollte die Allianz  die Position Russlands berücksichtigen. Brüssel sollte begreifen, dass die Welt nicht mehr unipolar ist“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses des Föderationsrats (russisches Oberhaus), Franz Klinzewitsch.

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    Tags:
    Einfrierung, Ende, Gefahr, Beziehungen, Manöver "Zapad 2017", Russland-Nato-Rat, NATO, Russland, Ukraine
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