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08:21 24 Juli 2019
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    Schlachtflugzeuge Su-25SM bei Luftparade zum Siegestag im Zweiten Weltkrieg (Archivbild)

    Amerikaner fürchten sowohl alte als auch neue russische Waffen

    © Sputnik / Mikhail Fomichew
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    Nesawissimaja Gaseta
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    Die Auf- bzw. Umrüstung der russischen Streitkräfte geht intensiv weiter, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Ende der vorigen Woche wurde bekannt, dass die Luft- und Weltraumtruppen voraussichtlich schon im November modernisierte Schlachtflugzeuge Su-25SM3 bekommen werden, deren erste Flugtests jüngst stattgefunden haben.

    Das ist schon die zweite große Modernisierung dieses Kampfjets. Zuvor waren Su-25-Maschinen in Su-25SM modifiziert worden. Sie zeigten ihre hervorragenden Eigenschaften während des immer noch andauernden Syrien-Einsatzes. Laut inoffiziellen Angaben wurden mehr als 80 Flugzeuge zu Su-25SM modernisiert.

    Zuvor waren zwischen 1981 bis 1991 insgesamt 1320 Su-25-Maschinen gebaut worden. Viele von ihnen bleiben immer noch in Betrieb. Wie viele Flugzeuge zur SM-Version modernisiert werden, bleibt vorerst unbekannt.

    Dabei hat der Syrien-Einsatz deutlich gezeigt, dass Russland auch über neueste hocheffiziente Rüstungen verfügt. Nicht umsonst sagte Präsident Wladimir Putin in der vorigen Woche bei einer Sitzung des internationalen Diskussionsklubs „Waldai“, dass Russland in die Versuchung geraten könnte, aus dem INF-Vertrag auszutreten, wenn es keine neuesten luft- und seegestützten Raketen entwickelt hätte.

    „Neben Kalibr-Raketen, deren Reichweite 1400 Kilometer beträgt, haben wir andere luftgestützte Raketensysteme mit einer Reichweite von 4500 Kilometern“, betonte der Staatschef. „Die USA hatten solche Raketen und wir nicht. Jetzt haben wir die Situation einfach ausgeglichen.“

    Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium berichtet, gegen die Terroristen in Syrien wären luftgestützte Marschflugkörper eingesetzt worden, deren Reichweite 4500 Kilometer betrug. Sie seien von strategischen Bombern Tu-160 und Tu-95MS abgefeuert worden. Dabei können solche Raketen theoretisch auch mit Atomsprengköpfen versehen werden.

    Putin sprach so ausführlich über den INF-Vertrag, weil der Westen in letzter Zeit Russland oft vorwirft, ihn verletzt zu haben, weshalb die Amerikaner aus dem Abkommen aussteigen könnten. Putin warnte angesichts dessen: „Falls das jemandem nicht gefällt und er aus dem Vertrag austreten will, wäre unsere Antwort blitzschnell – blitzschnell und nach dem Spiegelprinzip.“

    Was der Kremlchef damit meinte, ist ziemlich klar. „Wir haben den INF-Vertrag eingehalten und werden das auch weiter tun, solange unsere Partner alle Bedingungen unserer früheren Vereinbarungen einhalten“, sagte er. „Für den Fall, dass sich die USA die Aufrüstung ihres Heeres mit Mittel- und Kurzstreckenraketen erlauben sollten, haben wir die Möglichkeit, sofort dasselbe zu tun. Beispielsweise mit Kalibr-Raketen, die für Starts von operativ-taktischen Raketen Iskander-M umgebaut werden könnten.“

    „Die Mobilität, Präzision und Stärke der Iskander-M-Komplexe ermöglichen die Eindämmung selbst von nuklearer Gefahr, was vor allem im Kontext der jüngsten Ereignisse auf der Halbinsel Korea und der Reaktion der USA darauf akut ist“, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Föderationsrat (russisches Parlamentsoberhaus), Viktor Bondarenko. „Ich denke, die intensive Entwicklung russischer operativ-taktischer Raketenkomplexe ist ein wichtiger Eindämmungsfaktor.“

    Der Direktor des russischen Raketentestgeländes Kapustin Jar (Gebiet Astrachan), Oleg Kislow, sagte vor Kurzem, zu den wichtigsten Aufgaben seines Übungsplatzes gehöre „der Abschluss der Tests einer neuen Rakete für den Iskander-Komplex“. Zugleich erwähnte er, dass dieser Komplex inzwischen für sieben verschiedene Raketentypen geeignet sei.

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    Tags:
    Marschflugkörper, INF-Vertrag, Modernisierung, Waffen, Tu-95MS, Tu-160, Su-25SM3, Wladimir Putin, USA, Russland