16:50 17 Januar 2020
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    Am Montag hat das US-Verteidigungsministerium eine Übung des Strategischen Kommandos der Streitkräfte (STRATCOM) unter dem Codenamen „Global Thunder 2018“ begonnen. Das war Washingtons Antwort auf die jüngste ähnliche Übung der russischen strategischen Atomstreitkräfte, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Dienstag.

    STRATCOM gehören die Atomstreitkräfte, das globale Raketenabwehrsystem und die Weltraumtruppen an. Zu ihren Aufgaben gehören strategische Eindämmung, Teilnahme an Einsätzen im Weltraum, Handlungen im Cyberraum, Lenkung des Systems zum „blitzschnellen globalen Schlag“ usw. Das Pentagon beteuerte, dass diese Übung planmäßig gewesen sei.

    STRATCOM-Sprecher Brian Maguire teilte Journalisten mit, dass Moskau über das Manöver „Global Thunder“ im Sinne des neuen START-Vertrags rechtzeitig informiert worden sei. „Diese Kommando-Stabs- und Feldübungen finden zwecks Vorbereitung der Kräfte des Verteidigungsministeriums und zwecks Bewertung der gemeinsamen operativen Bereitschaft in allen STRATCOM-Zuständigkeitsbereichen statt“, wobei der Hauptakzent auf die Bereitschaft der Atomstreitkräfte gesetzt werde.

    Zuvor hatte der STRATCOM-Befehlshaber, General John Hyten, erläutert, dass durch solche Übungen „die Konzeption des einheitlichen Teams umgesetzt wird, die die Möglichkeiten des Strategischen US-Kommandos auf der ganzen Welt vereint, egal wo und wann dies nötig sein sollte“.

    Obwohl die „Global Thunder“-Übung planmäßig war, geht es im Grunde um Washingtons „Säbelrasseln“ nach der russischen Übung in der vorigen Woche, als vier ballistische Raketen und Marschflugkörper abgefeuert wurden (drei von U-Booten und eine vom Übungsplatz Plessezk im Fernen Osten). Dabei hoben auch mehrere strategische Bomber ab. An der Übung der „nuklearen Triade“ beteiligte sich Präsident Wladimir Putin persönlich.

    Auffallend ist, dass diese Übungen vor dem Hintergrund der Eskalation der potenziellen „nuklearen Krise“ zwischen den USA und Nordkorea stattfanden. Möglicherweise wollte Moskau Washington zu verstehen geben, dass der Ausbau der US-Gruppierung im Fernen Osten die russische Seite nervt. Zugleich zeigte es deutlich, dass seine Atomwaffen intakt sind und bleiben.

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    Tags:
    Interkontinentalrakete, Marschflugkörper, Atom-U-Boot, Militärübung, Atomwaffen, Pentagon, STRATCOM, John Hyten, Wladimir Putin, Russland, USA