06:52 19 Oktober 2018
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    Fahrzeug des Attentäters nach dem Terroranschlag in Manhattan

    „Die von Trump initiierten Maßnahmen bleiben nutzlos“ – Medien

    © REUTERS / Brendan McDermid
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    Am Dienstag wurde im Zentrum von New York ein Anschlag verübt. Ein Einwanderer aus Usbekistan überfuhr am Steuer eines Lastwagens mehrere Menschen auf einem Fahrradweg. Dabei kamen acht Menschen ums Leben, elf wurden verletzt. Die Zeitung „Kommersant“ bringt in ihrer Donnerstagausgabe die Reaktionen einiger westlicher Medien auf den Terrorangriff.

    „The Times“ (Großbritannien):  Vor elf Tagen hatte Präsident Trump stolz die Niederlage der IS-Kämpfer in Rakka, de facto der Hauptstadt des selbsternannten Kalifats, verkündet. Die Befreiung der Stadt sei „ein grandioser Durchbruch“ im globalen Kampf gegen den Dschihadismus, sagte er.

    Aber die Schlachtfelder in Syrien sind nur ein Teil dieses Krieges. Der gestrige Terroranschlag in New York (…) wurde zu einer krassen Erinnerung daran, dass die Ideologie, die den islamischen Extremismus inspiriert, am Leben bleibt und gedeiht. (…) Nach Rakka steht Mr. Trump am Scheideweg und muss über seinen weiteren Kurs zur Terrorbekämpfung eine Entscheidung treffen.

    Das FBI hatte gewarnt, dass Anschläge dieses Typs verdammt schwer zu verhindern seien. Während der Präsidentschaftswahlkampagne hatte Trump vorgeschlagen, die USA für Muslime zu schließen. Nachdem er Präsident geworden ist, versuchte er, die Einreise in die USA für die meisten Bürger des Irans, Libyens, Syriens, Jemens, Somalias, Tschads und Nordkoreas zu verbieten.

    Doch das waren nur Worte, und Mr. Trump braucht einen Plan. Die Niederlage des IS auf dem Schlachtfeld ist der erste Schritt. Wenn Mr. Trump den Terrorismus in den Griff bekommen will, müsste er sich mit dem Wahhabismus auseinandersetzen.

    „The Wall Street Journal“ (USA):  Jede Großstadt, ihre Straßen und Bürgersteige sind mit Menschen gefüllt, und das macht sie anfällig. Natürlich gilt das auch für New York. Millionen Touristen kommen großenteils deswegen hierher, weil das Leben dieser Stadt so gut wie an jeder Ecke rund um die Uhr sehr intensiv ist. Und seine unendlich unterschiedlichen Bezirke zeugen davon bestens. Und Tribeca, wo sich der Überfall ereignete, ist einer von ihnen.

    „The New York Times“:  Das passierte nur fünf Monate, nachdem ein Auto mehrere Fußgänger auf dem Times Square gerammt und einen von ihnen getötet hatte. Obwohl der Zwischenfall auf dem Times Square kein Terroranschlag gewesen war, zeigte der gestrige Überfall abermals, wie gefährlich solche Angriffe in den überfüllten Straßen der Stadt sind. Beide Zwischenfälle erinnerten sofort an den vorjährigen Terroranschlag im französischen Nizza am Tag des Sturmes auf die Bastille, wo ein Lastwagen in die Menschenmenge gefahren war.

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    Tags:
    Kritik, Terroranschlag, Migrationspolitik, The New York Times, The Times, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Manhattan, New York, USA