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03:06 20 Oktober 2019
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    Symbol von APEC-Gipfel in Danang, Vietnam

    Treffen Putin-Trump: Die Erwartungen - Medien

    © AFP 2019 / Anthony Wallace
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    Das zweite Treffen der Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump, verspricht zwar viel Spannung, wird inhaltlich jedoch kaum Fortschritte bringen , schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.

    Putin sei bereit für ein Treffen mit Trump am Rande des APEC-Gipfels in Vietnam (10.-11. November), teilte der russische Außenminister Sergej Lawrow dieser Tage mit.

    „Unsere bilateralen Beziehungen erfordern eine ernsthafte Reparatur, nachdem sich das Team von Barack Obama bemühte und an ihrer Verschlechterung arbeitete“, sagte Lawrow. „Bei internationalen Angelegenheiten geht es um die Koreanische Halbinsel, die Syrien-Regelung, den Irak, den palästinensisch-israelischen Konflikt, die Ukraine, wo jetzt der US-Vertreter aktiv zu arbeiten begann und in den kommenden Tagen ein Treffen mit dem Präsidentenberater Wladislaw Surkow durchführen will. Es gibt viele Themen zu besprechen“.

    Wie der russische Chefdiplomat betonte, ist Russland zu jeglichen Vereinbarungen mit den USA bereit, doch später werden sie zum Element des innenpolitischen Kampfes.

    Zugleich stimmte Lawrow nicht der These zu, dass die Ergebnisse des Treffens zwischen Putin und Trump beim G20-Gipfel in Hamburg desavouiert wurden.

    „US-Präsident Donald Trump wird nicht die Möglichkeit gegeben, seine Vollmachten als Präsident zu erfüllen, darunter in Bezug auf das Zusammenwirken im Bereich der Cyber-Sicherheit“, sagte der russische Außenamtschef. „In Hamburg besprachen die Präsidenten tatsächlich die mögliche Wiederaufnahme der Zusammenarbeit zur Verhinderung von Cyber-Verbrechen. Wir haben vorgeschlagen, eine Gruppe für Cybersicherheit zu schaffen, die unter anderem die Besorgnisse der einen Seite in Bezug auf die andere erörtern sollte. Trump hielt diesen Vorschlag für aussichtsreich. Es wurde über das Erreichen einer vorläufigen Vereinbarung berichtet. Später hörten wir Stimmen aus dem Kongress in Bezug darauf, wie das Weiße Haus mit den Russen kooperieren kann, die sich in diesen Bereich einmischten“, so Lawrow.

    Experten zufolge ist das Treffen der beiden Staatschefs keine Intrige, es ist keine „große Reparatur“ der Beziehungen zu erwarten. „Es ist kein leitendes Thema zu erwarten, das zu einer bedeutenden Verbesserung der Beziehungen zwischen Russland und den USA führen könnte“, sagte der Direktor des Moskauer Carnegie-Zentrums, Dmitri Trenin.

    „Meines Erachtens nach kann man bei direkten Verhandlungen Putins und Trumps kaum viel erreichen. Trump wird wegen der Verbindungen mit Russland und seines Vorgehens im Interesse Russlands verdächtigt, weshalb ich mich sehr skeptisch zu praktischen Ergebnissen dieses Treffens verhalte“, so Trenin.

    Allerdings werden die Gespräche in Vietnam im Fokus der Ermittlergruppe stehen, die die angebliche russische Einmischung untersuchen. Jegliche Bewegung Trumps und seiner Administration in Richtung Russland werden sehr aufmerksam verfolgt.

    Laut dem Experten verhält sich die russische Elite jetzt viel nüchterner zur Politik der USA gegenüber Russland. „Die Erfahrung des Treffens in Hamburg hat sie etwas gelehrt“, sagte Trenin. „Damals freuten sich alle zunächst, dass die Präsidenten so viel miteinander kommunizierten,  doch die Ergebnisse dieses Treffens in Bezug auf die Aussichten der russisch-amerikanischen Beziehungen waren nicht vielversprechend. Nach diesem Treffen verhält man sich vorsichtig zu den Aussichten der Verhandlungen in Vietnam. Das ist richtig“, sagte Trenin.

    Laut dem Chef des Zentrums für globale Interessen in Washington, Nikolai Zlobin, verstehen jetzt alle, dass Trump bei der Russland-Politik der USA nicht das Sagen hat. Um das US-Verhalten in der russischen Richtung kardinal zu verändern, muss Moskau mit dem Kongress sprechen.

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    Erwartungen, Treffen, Gipfel, APEC, Sergej Lawrow, Donald Trump, Wladimir Putin, USA, Russland