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11:52 21 Oktober 2019
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    küstengestützter Raketenkomplex „Bal“ (Archiv)

    „Bastion“ auf Kurilen: Neue Basen auf Inseln durch starkes Küstenschutzsystem gedeckt

    © Sputnik / Igor Sarembo
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    Russland wird Raketenstützpunkte auf den strategisch wichtigen Kurilen-Inseln bauen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Wie Quellen im Hauptstab der Seestreitkräfte verrieten, geht es um die Inseln Matua und Paramuschir, wo küstengestützte Raketenkomplexe „Bal“ und „Bastion“ aufgestellt werden sollen. Experten suchen aktuell nach den passenden Standorten. Der Baubeginn ist für 2018 vorgesehen.

    US-Armee während Übungen auf Alaska (Archiv)
    © Foto : DoD photo by Senior Airman Zachary Perras, U.S. Air Force
    Die mobilen küstengestützten Komplexe „Bastion“ sind mit Anti-Schiffs-Überschallraketen „Onyx“ bestückt, deren maximale Reichweite 600 Kilometer beträgt. Die auf Matua stationierten „Bastion“-Komplexe werden den ganzen Archipel von Kamtschatka im Norden bis Iturup im Süden abdecken können. Damit wären das Ochotskische Meer sowie die Insel Sachalin und die Fernöstliche Küstenregion in Sicherheit.

    Paramuschir ist größer als Matua und liegt vor der südlichen Kamtschatka-Küste. Die dort aufgestellten Kräfte sollen den nördlichen Teil der Kurilen kontrollieren und zusätzlich Petropawlowsk-Kamtschatski schützen, wo russische U-Boote mit ballistischen Raketen stationiert sind.

    Die Raketenkomplexe „Bal“ (Reichweite: 120 Kilometer) werden die Stützpunkte selbständig verteidigen, falls sich ein Gegner nähern sollte.

    Der Militärexperte Alexander Mosgowoi betonte, dass die Stützpunkte auf den Kurilen die Sicherheit der Meeresstraßen zwischen den Inseln schützen und das Eindringen von US-Flugzeugträgern in das Ochotskische Meer verhindern sollen.

    „Die strategische Bedeutung der Inseln ist bereits den Japanern klar gewesen: Während des Zweiten Weltkriegs hatten sie ihre Stützpunkte und Flugplätze auf Paramuschir und Matua, die teilweise auch zu Sowjetzeiten genutzt wurden. Also ist die Stationierung russischer Militärs dort durchaus logisch, besonders in der aktuellen internationalen Situation“, so der Experte.

    Man sollte ihm zufolge auch die sehr schwierigen Klimabedingungen in dieser Region bedenken, wo es enorm kalt und sehr windig sei und wo der Wasserpegel bei Flut und Ebbe stark schwanke. Angesichts dessen wäre es schwierig und enorm kostspielig, Stützpunkte auf den Inseln zu bauen. Die Entscheidung für küstengestützte Kräfte sei deshalb durchaus gerechtfertigt, unterstrich Mosgowoi.

    Der Küstenraketenkomplex „Bal“ wurde im Jahr 2008 in die Bewaffnung der russischen Streitkräfte aufgenommen. Er ist für die Verteidigung von Küsten und Meeresstraßen sowie von Stützpunkten bestimmt. Damit können bis zu 32 Raketen auf einmal abgefeuert werden.

    Der Komplex „Bastion“ ist seit 2010 Bestandteil der Armee-Bewaffnung. Damit können Überschallraketen abgefeuert werden, die unerreichbar für die Luft- und Raketenabwehrkräfte des Gegners sind und zur Vernichtung von größeren Schiffen eingesetzt werden können.

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    Stationierung, Stützpunkt, Bastion-System, Russlands Streitkräfte, Kurilen, Russland