12:36 29 November 2020
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    In Japan ist ein geheimes Dokument des zentralen Militärrats Chinas veröffentlicht worden. Chinas Staatschef Xi Jinping sagt darin, dass sein Land eine einmalige Chance erhält, die gekonnt genutzt werden muss. Dies schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Montag.

    Es handelt sich konkret darum, wie man auf die Militäroperationen Japans bei den umstrittenen Diaoyutai-Inseln (Senkaku-Inseln) reagieren soll. China schickte seine Schiffe und Flugzeuge zur Inselgruppe. Ein aktives Herangehen soll es Peking laut diesem Dokument ermöglichen, sein Ziel zu erreichen.

    Wie die Zeitung „Japan Times“ berichtete, hat Chinas Staatschef persönlich die Militäroperationen im Ostchinesischen Meer genehmigt, die Japan beunruhigten.

    Die unbesiedelten Inseln befinden sich unter japanischer Verwaltung. Sie werden neben China auch von Taiwan beansprucht. Der Oberbefehlshaber der chinesischen Streitkräfte sagte, dass „einige Länder häufig Marinemanöver in dem Gebiet abhalten, indem sie Provokationen anstreben und uns unter Druck setzen wollen“.

    „Doch unsere Militärs verwandelten die Patrouillen in der Luft und auf dem Meer in regelmäßige Aktionen. Es gab eine Serie von Militäroperationen im Ostchinesischen Meer und bei den Diaoyutai-Inseln, um unsere territoriale Souveränität zu schützen“, sagte Xi Jinping. Diese Militäroperationen hätten bewiesen: „Wenn unsere Strategie durchdacht und unsere Handlungen aktiv sind, bekommen wir die Möglichkeit, die Krise zu unseren Gunsten zu nutzen“, so Jinping.

    Wie „Kyodo News“ berichtete, ist die Zahl und der Umfang der chinesischen Militärübungen im Ostchinesischen Meer gestiegen. Im Jahr 2016 startete Japan 1168 mal Kampfjets zum Abfangen von sich annähernden Flugzeugen. Der Rekord aus dem Kalten Krieg wurde damit gebrochen.

    In der Rede Xi Jinpings bei einer geschlossenen Sitzung des Militärrats gab es auch rätselhafte Wendungen. So habe China einen kritischen Punkt erreicht, an dem man sich von “einem Großen in einen Starken” verwandeln müsse. „Wir haben jetzt die historische Chance, die sich nur einmal in 1000 Jahren ergibt. Falls wir sie gut nutzen, werden wir prosperieren. Falls wir Fehler machen, werden große Probleme entstehen“, so Jinping.

    Diese Worte kann man wohl verschieden deuten, doch die Übungen der chinesischen Luftstreitkräfte lassen keine Zweifel daran, dass Peking nicht auf die Anstrengungen verzichten wird, die umstrittenen Inseln im Ostchinesischen und Südchinesischen Meer unter Kontrolle zu nehmen. Gestern legten die Flugzeuge Tausende Kilometer zurück, um die Möglichkeiten der Landung von Soldaten auf einer Insel in den umstrittenen Gewässern des Südchinesischen Meeres zu demonstrieren.

    Kongress der kommunistischen Partei Chinas in Peking (Archiv)
    © REUTERS / Thomas Peter
    Laut Militärexperten zielten die Übungen darauf, die Fähigkeit der chinesischen Armee zu zeigen, Angriffe auf hoher See abzuwehren und Kräfte zu mobilisieren.

    „Falls Kyodo News Auszüge aus einer geschlossenen Sitzung des Zentralen Militärrats veröffentlicht, handelt es sich wohl um gezielte Leaks seitens der amerikanischen bzw. japanischen Sicherheitsdienste. Wahrscheinlich stimmt das. Die Tendenz zur Aktivierung der Handlungen Chinas in diesen umstrittenen Gewässern war zu erkennen“, sagte der Fernostexperte Wassili Kaschin.

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    Tags:
    Aktivität, Übungen, Xi Jinping, Taiwan, Japan, China