03:39 16 Dezember 2019
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    Soldaten der südkoreanischen Armee

    US-Senator zur Lage in Korea: „Wir nähern uns einem Militärkonflikt“

    © AFP 2019 / Jung Yeon-Je
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    Vor dem Hintergrund der neuen Spannungen auf der Halbinsel Korea nach einem weiteren Raketentest Pjöngjangs haben die USA und Südkorea ein fünftägiges gemeinsames Manöver begonnen, schreibt die Zeitung "Kommersant" am Dienstag.

    Insgesamt beteiligen sich daran mehr als 12.000 US-Soldaten der Luftstreitkräfte, Matrosen und Marineinfanteristen sowie 230 Militärflugzeuge.

    In Pjöngjang rief man angesichts des Vorgehens des Nachbarlandes zur „gnadenlosen Rache“ auf. Auf Pjöngjangs Kritik reagierte das Südkoreanische Ministerium für Wiedervereinigung mit dem Verweis, dass es sich um „jährliche Verteidigungsübungen der Verbündeten“ handle. „Aufgrund der Kritik seitens Nordkoreas wird die Regierung keine weiteren Kommentare zu diesem Thema abgeben“, so die Mitteilung des Wiedervereinigungsministeriums.

    „„Das sind sehr gefährliche Spiele, welche die Lösung der koreanischen Probleme um keinen Schritt näher bringen, den Krieg aber immer wahrscheinlicher machen“, stellte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat (russisches Oberhaus), Konstantin Kossatschow, fest. Dabei seien Russland und China fest davon überzeugt, dass es falsch sei, von einer Unvermeidlichkeit des Krieges zu sprechen. „Der Verhandlungsweg bleibt offen, wenn beide Seiten – Nordkorea und die USA – bereit für eine Deeskalation sind.“

    Am Vortag hatte der US-Senator Lindsey Graham das Pentagon aufgerufen, die Familien der US-Soldaten aus Südkorea in Sicherheit zu bringen. „Wir nähern uns einem Militärkonflikt, denn Nordkorea macht Fortschritte beim Bau von ballistischen Interkontinentalraketen mit Atomwaffen“, erklärte Graham in einem Interview für CBS. Nach seinen Worten ist es ein „Wahnsinn, angesichts der Provokationen Nordkoreas Frauen und Kinder nach Südkorea zu schicken“. Im Süden der Halbinsel sind aktuell mehr als 28.000 amerikanische Soldaten stationiert.

    In der vergangenen Woche hatte Pjöngjang nach einer zweimonatigen Pause die neue Interkontinentalrakete „Hwasong-15“ getestet, die angeblich in der Lage ist, jedes mögliche Ziel in den USA zu erreichen. Behörden mehrerer Länder, darunter Südkoreas, räumten ein, dass die DVRK tatsächlich die Schlussphase der Entwicklung einer ballistischen Interkontinentalrakete erreicht hat.

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    Tags:
    US-Senator, Militärmanöver, Zuspitzung, Konflikt, Hwasong-15, USA, Südkorea, Nordkorea