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10:01 21 Oktober 2019
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    Parkbesucher in Simferopol machen Fotos vor dem Plakat mit Wladimir Putin (Archivbild)

    Ausländische Meinungsforscher erkennen Krim-Referendum an

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    Laut Umfragen deutscher Meinungsforscher auf der Halbinsel Krim, ist die Krim-Bevölkerung mit den Änderungen in ihrem Leben zufrieden und unterstützt weiterhin die Abspaltung von der Ukraine. Der Studie zufolge haben Wladimir Putin und die russische Armee größtes Ansehen unter den Krim-Bewohnern, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

    Nach den Ereignissen 2014 in der Ukraine beschloss der Bundestag, ein unabhängiges Zentrums für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) zu schaffen, das unter anderem einen Einblick in die Stimmungslage der Krim-Bewohner über das Referendum bekommen sollte. Laut Meinungsforschern war ihre Umfrage objektiv und nicht im Auftrag gestellt.

    80 Prozent der Befragten sehen sich laut der Umfrage als russische Bürger. 13 Prozent hätten angegeben, sie seien Bürger der Krim; drei Prozent sagten, sie seien Bürger der Ukraine. Fast zwei Drittel der Befragten sind mit der Wirtschaftslage auf der Halbinsel zufrieden. Laut Umfrageergebnissen findet der russische Präsident das größte Vertrauen bei den Krim-Bürgern, dicht gefolgt von der russischen Armee.

    Die Krim-Bewohner beklagen sich am häufigsten über den Anstieg der Preise, verlorene Verbindung mit Verwandten in der Ukraine sowie Schwierigkeiten bei dem Umzug in andere Regionen Russlands. Die Krim-Bevölkerung sei völlig in den russischen Medienbereich integriert. 76 Prozent sagten, dass sie Informationen über die Politik aus den russischen Medien bekommen. Der Einfluss ukrainischer und internationalen Medien wird von Meinungsforschern als sehr gering bezeichnet.

    Laut ZOiS-Experten beginnen die Krim-Bewohner, sich allmählich als ethnische Russen zu fühlen. Rund 68 Prozent bezeichneten sich als ethnische Russen, weniger als acht Prozent – als ethnische Ukrainer, zwölf Prozent – als Krim-Tataren.

    Die Krim-Bewohner halten sich vorwiegend für russischsprachig. Die Zahl jener, die Ukrainisch bzw. Krim-tatarisch als Muttersprache nannten, ging zurück. Rund 80 Prozent der Befragten bezeichnen Russisch als Muttersprache, neun Prozent – Krim-Tatarisch, nur drei Prozent – Ukrainisch.

    Die große Mehrheit der Krim-Bürger ist russisch-orthodox (62 Prozent), 16 Prozent sind muslimisch.

    Experten zufolge verhalten sich vor allem die Krim-Tataren skeptisch zum jetzigen Status. Sie bleiben ein potentieller destabilisierender Faktor. Allerdings sei kaum wahrscheinlich,  dass die Mehrheit der Krim-Bewohner ihre Meinung wechselt.

    Die wichtigste Aufgabe der russischen Außenpolitik ist heute dem Politologen Sergej Pantelejew zufolge der Schutz des Statuses der Krim. Beamten berichten ebenfalls von einer allmählichen Lösung auch zahlreicher innerer Probleme der Halbinsel. So sollen in der nächsten Zeit die Schulden bei ukrainischen Krediten abgeschrieben werden, die sie vor 2014 nahmen.

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