17:01 12 Dezember 2017
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    kurdischer Soldat in Syrien (Archiv)

    Wichtige Kontaktaufnahme: Russlands Syrien-Einsatz erreicht finale Phase

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    Kommersant
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    Russlands Verteidigungsministerium berichtete am Dienstag, dass die syrischen Regierungstruppen mit der Beseitigung der letzten Enklave des „Islamischen Staates“ (IS) im Osten des Landes begonnen haben, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch.

    Parallel haben die russischen Militärs es geschafft, Kontakt mit kurdischen Einheiten und bewaffneten Gruppierungen der Aufständischen, die entlang des Euphrat vorrücken, aufzunehmen. Die Handlungen Letzterer werden direkt aus dem Stab der Gruppierung der russischen Truppen in Syrien koordiniert. Die Militärs rechnen damit, dass die Gebiete östlich des Euphrats bereits in dieser Woche völlig von den Extremisten befreit werden; die Zerschlagung der größten Islamistengruppierungen soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

    Über die letzten Erfolge der syrischen Regierungstruppen wurde am Dienstag im russischen Verteidigungsministerium berichtet, wobei mitgeteilt wurde, dass sie mit Unterstützung der russischen Fliegerkräfte mit der Beseitigung der letzten IS-Enklave im Osten Syriens begonnen haben. Am Dienstag versetzten Angriffsbomber Tu-22M3 einen massiven Schlag mit Spreng-Splitter-Bomben gegen El Sayal (Provinz Deir ez-Zor), womit ein bedeutendes Vorrücken der syrischen Truppen gewährleistet wurde, hieß es im Ministerium.

    Laut Militärquellen ist die Operation „Vergeltung“, die am 29. September 2015 begonnen hatte, in die Endphase eingetreten. In vielerlei Hinsicht hängen die letzten Erfolge im Osten des Euphrats damit zusammen, dass das Kommando der russischen Truppengruppierung in Syrien Kontakt zu den kurdischen Einheiten aus den Demokratischen Kräften Syriens aufnehmen konnte. „Die Koordinierung gab uns Freiheit bei der Versetzung von Schlägen gegen die Extremisten, weil die Fliegerkräfte bei der Erfüllung der Aufgabe genau wissen, wer sich wo in welchem Abschnitt befindet“, so eine Quelle.

    Dem Vertreter der russischen Truppengruppierung, Generalmajor Jewgeni Poplawski, zufolge soll das gesamte Territorium Syriens östlich des Euphrat in den kommenden Tagen völlig von den Terroristen befreit werden.

    Laut Oberst i.R. Viktor Murachowski wird die Kommunikation mit den Kurden keine Waffenlieferungen vorsehen, weil die Befreiung des Gebietes im Osten des Euphrats eine rein situationsbedingte Aufgabe sei, zu deren Lösung die Unterstützung der russischen Fliegerkräfte ausreichen würden. Nach der Verdrängung der Extremisten vom Euphrat werde die Organisation von humanitärer Hilfe auf der Tagesordnung stehen, so eine Quelle.

    The Syrian army servicemen, broke the three-year siege of Deir ez-Zor, in the area of the 137th mechanized brigade in Syria
    © Foto: Press Service of the President of Syria
    Im Ganzen sind alle Voraussetzungen für den Abschluss der Operation „Vergeltung“ in der nächsten Zukunft vorhanden. Bei Bedarf können einzelne Extremistengruppen mit Kampfjets und strategischen Bombern eliminiert werden. Dem Experten zufolge würden die Möglichkeiten der Fliegerkräfte in Hmeimim ausreichen, rund 1000 Kampfflüge pro Woche zu absolvieren.

    Zuvor war im Generalstab der russischen Streitkräfte berichtet worden, dass man mit der völligen Befreiung der syrischen Gebiete bis Jahresende rechnet. Nach letzten offiziellen Angaben kontrollieren die syrischen Regierungskräfte 98 Prozent der Gebiete. Generalstabschef Valeri Gerassimow hatte zuvor prognostiziert, dass der Abzug des Großteils der Kräfte aus Syrien bis zum Jahresende erfolgen werde. Der Chef des russischen Sicherheitsrats, Nikolai Patruschew, sagte, dass die Vorbereitungen laufen. Jedenfalls ist für den Beginn des Abzugs ein Befehl Wladimir Putins erforderlich – falls die restlichen Provinzen innerhalb eines Monats befreit werden, werde dieser Befehl erteilt.

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    Kontakt, Syrien-Einsatz, Kurden, Russland, Syrien
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