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11:38 19 Oktober 2019
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    Traubenplantage auf der Krim

    Syrisches Business kommt auf die Krim

    © Sputnik / Sergej Malhawko
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    Syrische Unternehmen werden in absehbarer Zeit in die Agrarwirtschaft der Krim investieren, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch.

    Das teilte der Leiter der syrischen Delegation beim geplanten internationalen Wirtschaftsforum in Jalta, Suheir Herbek, mit.

    Das Forum in Jalta findet vom 19. bis 21. April 2018 statt. In der syrischen Delegation werden voraussichtlich Minister, Abgeordnete, Experten und Unternehmer vertreten sein.

    „Wir machen uns auf große Lieferungen unserer Produkte nach Russland gefasst. Besonders attraktiv sind für uns die russischen Häfen am Schwarzen Meer“, betonte Herbek. „Und natürlich tun wir unser Bestes, damit unsere Produkte immer frisch sind und eine hohe Qualität haben – und dafür sind moderne Lager nötig. Ich bin bereit, in den Bau solcher Lager auf der Krim zu investieren.“

    Ihm zufolge werden syrische Vertreter ihre Produkte sowie die neusten Technologien zur Bewässerung von Dürregebieten präsentieren. Darüber hinaus bringen sie einmalige Sorten von Oliven, Mandeln und Trauben nach Jalta, die extra für ein Klima mit Dürre entwickelt wurden.

    Angler in Balaklawa, Krim
    © Sputnik / Konstantin Tschalabow

    Die Syrer haben immerhin jahrhundertelange Erfahrungen bei der Wüstenbewässerung, und syrische Ingenieure kennen Methoden zur Wasserbeförderung über lange Strecken durch Kanäle und Hydraulikanlagen. Da es auf der Krim manchmal ähnliche Probleme gibt, ist das Angebot des syrischen Unternehmers durchaus attraktiv.

    Der Ständige Vertreter der Republik Krim beim Präsidenten Russlands, Georgi Muradow, erläuterte, dass auf der Halbinsel sehr günstige Bedingungen für ausländische Investitionen geschaffen worden seien, und zwar weil dort eine Sonderwirtschaftszone funktioniere.

    „Dank den Vergünstigungen sind die auf der Krim hergestellten Waren sehr konkurrenzfähig. Außerdem wird aktuell ein föderales Zielprogramm zur sozialwirtschaftlichen Entwicklung der Krim bzw. der Stadt Sewastopol umgesetzt, das riesige Investitionen – etwa 700 Milliarden Rubel (umgerechnet fast zehn Milliarden Euro) – in die Entwicklung der Infrastruktur vorsieht. Das zieht ausländische Investoren an“, so Muradow.

    Zugleich verwies er auf die allmähliche Verbesserung der Atmosphäre um die Krim, denn im Ausland sehe man ein, „dass das Thema Krim von der Konfrontations-Tagesordnung geräumt werden und man mit Russland normal zusammenwirken sollte“.

    Mitglieder der syrischen Delegation zeigten darüber hinaus ihr Interesse am Studentenaustausch zwischen Universitäten verschiedener Städte in Syrien und auf der Krim. „Die Einladung zum Jalta-Wirtschaftsforum ist eine große Ehre für uns“, sagte der Abgeordnete Dschamal Mahmud Jussuf. „Wir (…) arbeiten an gemeinsamen Projekten zur weiteren Kooperation zwischen Russland und Syrien und sind bereit, Pläne zur Umsetzung von besonders wichtigen Projekten auf der Krim zu besprechen.“

    Am Jalta-Forum im scheidenden Jahr nahmen mehr als 2200 Menschen teil, darunter mehr als 200 Delegierte aus 46 Ländern. 2018 rechnen die Organisatoren mit einem neuen Rekord: Es werden mehr als 3000 Teilnehmer erwartet, insbesondere 500 Ausländer aus 60 Ländern. Die offiziellen Delegationen aus Deutschland und Österreich werden dabei zum ersten Mal den Status von Ehrengästen genießen.

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    Tags:
    Investitionen, Landwirtschaft, Unternehmen, Krim, Syrien, Russland