13:53 21 Juli 2018
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    Fachmann des ABC-Schutzes der US-Armee (Archivbild)

    Europa droht Epidemie: USA nutzen Ukrainer als Versuchskaninchen

    © Foto : U.S. Marine Corps/ Lance Cpl. Kelsey M. Dornfeld
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    In der ukrainischen Region Saporoschje ist eine Deponie mit anderthalb Tonnen biologischer Abfälle, darunter menschliche Überreste, entdeckt worden, wie die Onlinezeitung „Vzgljad.ru“ schreibt.

    Die Situation könnte zum Ausbruch von Epidemien führen, was in der heutigen Ukraine besonders gefährlich ist – nach dem Bruch der Beziehungen zu Russland verwandelt sich das Land in einen Brutofen seltener Infektionen. Nicht ausgeschlossen ist, dass einer der Gründe die Benutzung von Ukrainern zu biomedizinischen Experimenten ist.

    Die aktive Entwicklung der Mikrobiologie im 19. und 20. Jh. führte zu einer Kette historischer Siege an der Infektionsfront – es gab keine Epidemien von Typhus, Cholera, Pest und Milzbrand mehr, die seit Jahrhunderten viele Menschenleben forderten. Zu Beginn des 21. Jh. kommt es zwar immer noch zu unkontrollierten Epidemien, doch das sind entweder episodische Ausbrüche neuer Viren (wie H1N1) in Großstädten oder der Ausbruch von exotischen Infektionen (wie Ebola) in ärmsten Ländern Afrikas.

    Eine große Rolle beim Sieg über weltweite Epidemien spielten russische Wissenschaftler: zum Russischen Reich und zur Sowjetunion gehörten Gebiete mit einer völlig unterschiedlichen epidemischen Situation. Das System zur Bekämpfung von Epidemien der Sowjetunion galt als eines der besten in der Welt und angesichts der Größe des Landes konnte es wohl als bestes betrachtet werden.

    Doch nach 1991 änderte sich alles. Als ein äußerst ungünstiges Gebiet unter den postsowjetischen Ländern gilt die Ukraine, wo eine paradoxe Situation entstand. Die Republik, die einen großen Teil des einheitlichen Systems erbte, versinkt rasant in die Reihe der epidemisch instabilen Staaten und wird für ihre Nachbarländer zur Quelle von Infektionen.

    Es gibt mindestens drei Gründe: Der starke Rückgang des Niveaus der medizinischen Versorgung nach 2014, der Abbruch der Verbindungen zu Russland und (!) medizinische Experimente an der Bevölkerung.

    Krankenkarte der dritten Welt

    Alleine im letzten Jahr erlebte die Ukraine Ausbrüche von mehreren Infektionskrankheiten. Jetzt kämpft das Land gegen die Masern. Nach Angaben des ukrainischen Gesundheitsministeriums wurden in den ersten zehn Tagen dieses Jahres 200 Fälle dieser Erkrankung festgestellt, jeden Tag werden immer neue Fälle fixiert. Die Dynamik ist beeindruckend – 2016 gab es in der Ukraine 78 Fälle von Masern, 2017 – rund 3000. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz berichtete, dass die Ukraine bei dieser Erkrankung auf Platz drei in Europa liegt.

    2017 wurde in neun Regionen des Landes ein Ausbruch von Botulismus mit tödlichem Ausgang fixiert. Die Situation erreichte zwar noch kein kritisches Niveau, doch schlagen die Ärzte Alarm, da es einfach keine Medikamente für die Behandlung dieser Krankheit gibt. Bis 2014 wurde der Impfstoff in Russland gekauft, doch jetzt wird das „aus politischen Gründen“ nicht mehr getan. Die Kranken müssen die Medikamente illegal kaufen (für umgerechnet ca. 140 Euro bei Spekulanten). Es sind Vorschläge zu hören, sie als humanitäre Hilfe bei der EU zu beantragen.

    Darüber hinaus ist ein Wachstum der Fälle von Keuchhusten zu erkennen. Die Situation mit der Kinderlähmung ist so kritisch, dass sich bereits WHO und UNICEF an Petro Poroschenko mit dem Aufruf wandten, etwas dagegen zu unternehmen.

    Parallel ist ein Ausbruch von Diphtherie zu erkennen. Ukrainische Ärzte berichteten bereits im Herbst, dass es einfach keine Mittel gibt, um diese Epidemie zu stoppen, weil Kiew auf den russischen Impfstoff verzichtete und andere Hersteller nicht die notwendige Menge davon haben. Im Ergebnis kaufen die Ukrainer trotzdem russische Medikamente, jedoch illegal und viel teurer. Das Leben ist teurer als politische Ambitionen.

    Diese Liste kann wohl fortgesetzt werden, doch der allgemeine Grund dieser Entwicklung ist klar – das Scheitern der Staatspolitik im Bereich Impfschutz nach 2014. WHO und UNICEF berichteten 2017, dass die Ukraine zusammen mit Syrien, Guinea, Nigeria und Somalia zur Liste der Länder mit den geringsten Vorbeugeimpfungen der Kinder gehört. Nach Angaben des britischen Immunologen David Salisbury, der in der Ukraine tätig war, lag 2016 das Niveau der Vakzinierung gegen gefährlichste Infektionserkrankungen unter den Ukrainern bei 50 Prozent, gegen Tuberkulose – bei etwas mehr als zehn Prozent, gegen Kinderlähmung – bei 39 Prozent, gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf und Keuchhusten – bei nur zwei Prozent. Das waren die niedrigsten Kennzahlen der Immunisierung in der Welt.  Der britische Experte sah bereits damals einen Ausbruch der Masern voraus.

    Damit wurden die Hauptergebnisse des Euromaidan nicht nur das Wachstum der Preise, die Deindustrialisierung des Landes und die Massenauswanderung der arbeitstätigen Bevölkerung, sondern auch das Wachstum der Erkrankungen.

    Man kann nicht sagen, dass in der entstandenen Situation Präsident Poroschenko nichts unternimmt. In die Ukraine wurden Vakzine gegen Diphtherie geliefert, die von der UNICEF als humanitäre Hilfe gekauft wurden, Ende Februar wurden von der UNO 220.000 Einheiten belgischer Vakzine gegen Masern, Parotitis und Röteln geliefert. Parallel erfolgt die Implementierung billigerer indischer Impfstoffe, die statt der geprüften russischen Vakzine geliefert werden.

    Viele erinnern sich noch daran, wie ein indischer Impfstoff von UNICEF 2008 für die Einfuhr in die Ukraine verboten wurde. Doch jetzt ist dasselbe Erzeugnis der Ukraine genehm – Hauptsache, es ist nicht russisch.

    Volk für medizinische Experimente

    Das Gesamtbild mit neuen Herstellern und Lieferbedingungen ruft bei der Bevölkerung zahlreiche Fragen hervor. Die jahrelange Propagierung der Schädlichkeit der Vakzinierung zeigt ihre Ergebnisse in der jetzigen Epidemie-Katastrophe. Die entsprechende Kampagne läuft in der Ukraine seit 2008 und fiel merkwürdigerweise zeitlich mit der Umverteilung des Marktes der immunbiologischen Medikamente zusammen.

    Der größte Retter der Ukraine und der benachbarten europäischen Länder sind jetzt internationale Organisationen. Es handelt sich nicht nur um Humanismus – die Europäer nehmen ukrainische Arbeitsmigranten auf, aber wollen keine Infektionen zusammen mit der billigen Arbeitskraft bekommen. In Polen kam es bereits zu einer Zwangsvakzinierung von 700 Mitarbeitern einer Fleischfabrik nach dem Ausbruch von Masern bei zwei ukrainischen Mitarbeitern.

    Es gibt auch einen anderen unangenehmen Aspekt. Die Staatsbürger der Ukraine können zu Experimenten für biomedizinische Forschungen benutzt werden.

    Das ukrainische Gesundheitsministerium billigte offiziell die Durchführung klinischer Tests von Importwaren an Ukrainern. Im Befehl Nr. 835 werden offen 96 zu erforschende Medikamente genannt.

    2016 wurde mitgeteilt, dass Beamte Tests eines US-Arzneimittels an Kranken mit rheumatoider Arthritis in Krankenhäusern in Charkow, Gebiet Saporoschje, Poltawa u.a. genehmigt hatten. Zudem wurden Tests von US-Medikamenten gegen Schizophrenie genehmigt, die in Krankenhäusern in Tscherkassk, Kiew, Cherson und Winnyzja erfolgen sollen. Medikamente aus den USA werden auch an Ukrainern mit Pneumonie getestet, z.B. in Kiew und Charkow.

    Die US-Firma Pfizer will auch Medikamente an onkologisch Kranken in einigen ukrainischen Gebieten testen, wie auch die französische Firma AB Science. Das schwedische Pharma-Unternehmen AstraZaneca AB wird sein neues Medikament zur Behandlung von Patienten mit Lungenerkrankungen testen.

    Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Neben offiziell anerkannten elf geschlossenen mikrobiologischen US-Zentren (ein davon liegt übrigens an der Grenze zu Russland) gibt es in der Ukraine ein Gelände, das im Rahmen des US-Militärprogramms DTRA funktioniert. Gemäß diesem Programm werden in den von Washington kontrollierten Staaten geschlossene mikrobiologische Zentren gebaut, die von den örtlichen Behörden nicht kontrolliert werden und Zugang zu Staatsgeheimnissen haben. Laut einer Version führen US-Biologen dort unter Deckung einer diplomatischen Immunität Forschungen, die außerhalb der internationalen Einschränkungen für biologische Waffen liegen.

    Da kann man sich an den Weg der Firma Metabiota erinnern, die Aufträge des Pentagons in den Ebola-Brennpunkten in Afrika und in Epidemie-Gebieten in der Ukraine ausführte. An den Ausbruch von Schweinegrippe in der ukrainischen Armee, die zu Todesfällen unter den Soldaten führte. An die Erforschung der Cholera durch Bakteriologen aus den USA, die zeitlich mit ihrer Rückkehr in die Ukraine und dem Auftauchen eines ähnlichen Stammes in Moskau zusammenfielen. Oder an eine neue Welle von Hepatitis. Danach braucht man sich kaum zu wundern, dass im Gebiet Odessa ein aggressiver Typ der Masern B3 (Kabul) zirkuliert, und in anderen Gebieten der Ukraine – europäische Muster des Virus D8. Ob wohl das Vorhandensein eines geschlossenen mikrobiologischen Zentrums der USA in Odessa und das Auftauchen eines spezifischen asiatischen Virus in der Region, dessen Name mit dem Standort des afghanischen Biolabors der Amerikaner übereinstimmt, ein Zufall ist?

    Russland sollte jedenfalls die Situation aufmerksam verfolgen. Infektionen kennen keine Staatsgrenzen und die genetische Gemeinsamkeit der Russen und Ukrainer macht unsere Völker gleich anfällig gegenüber nicht sauberen biomedizinischen Forschungen der modernen Welt der globalen Konkurrenz.

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    Tags:
    Biowaffen, Experiment, Epidemie, Abfälle, Gefahr, Chemiewaffen, Ebola, US-Armee, Unicef, WHO, EU, Saporoschje, Nahost, Europa, Afrika, USA, Ukraine