09:25 26 September 2018
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    Bau der Krim-Brücke

    Krim-Brücke: Kiews Zielscheibe wird zur Null-Terror-Zone

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    Ukrainische Nationalisten finden keine Ruhe: Mit der baldigen Fertigstellung der Krim-Brücke wird die Schwarzmeer-Halbinsel nun auch für alle deutlich sichtbar an das russische Mutterland angebunden. Immer wieder erschallen deshalb Drohungen aus Kiew.

    Ein mit Sprengstoff vollbeladener LKW wäre wohl die einfachste Weise, einen Terroranschlag auf die Krim-Brücke zu verüben. „Diese Typen könnten natürlich auf die Brücke fahren und versuchen, sie irgendwie in die Luft zu sprengen“, gibt der Sicherheits- und Militärexperte Konstantin Siwkow zu bedenken. „Aber sie ist ein sehr massives Bauwerk. Um auch nur ein Zwischenstück der Krim-Brücke zu sprengen, benötigt man sehr viel, mindestens mehrere dutzend bis mehrere hundert Kilogramm TNT.“

    Dennoch werden Nutzfahrzeuge, die auf die Brücke fahren wollen, wohl von Einsatzkräften geprüft werden müssen, zumindest stichprobenartig. Die russische Regierung jedenfalls garantiert die Sicherheit der Krim-Brücke mit einem eigens verfassten Gesetz. Dafür, dass die Brücke zur Schwarzmeer-Halbinsel frei von Sicherheitsbedenken befahren werden kann, sorgt in der Praxis der russische Geheimdienst. Die Antiterror-Einheiten des FSB seien darauf vorbereitet, jeden Angriffsversuch auf die Brücke abzuwehren, sagte kürzlich FSB-Direktor Alexander Bortnikow. Die Einsatzkräfte hätten die Lage in der Straße von Kertsch und im Luftraum darüber völlig unter Kontrolle, versicherte er.

    „Es gibt Dutzende Möglichkeiten eines Terroranschlags“, sagt Alexej Filatow, Oberstleutnant der Reserve. Der Veteran der russischen Antiterror-Einheit „Alpha“ weiß, wovon er spricht. „Vorbeugemaßnahmen gegen den Terror ergreift ja jede Regierung. Aber in unserem Land sind solche Maßnahmen besonders relevant. Kiews Verhältnis zu Russland ist, sagen wir mal, schwierig, und die Krim-Brücke ist in diesem Konflikt so etwas wie ein Frontabschnitt.“

    Anlass zu dieser Ansicht geben ukrainische Ultra-Nationalisten. Der ehemalige Vize-Generalstabschef der ukrainischen Armee, Igor Romanenko, sprach kürzlich unverhohlen über die Möglichkeiten eines Raketenangriffs auf die Brücke aus der Luft, vom Boden und vom Wasser aus. Ukrainische Paramilitärs der OUN (Organisation Ukrainischer Nationalisten) drohen mit Anschlägen gegen russische Diplomaten am Tag der Brückeneinweihung. Und die Terrororganisation „Medschlis des Krimtatarischen Volkes“, die die Krim-Blockade mitinitiiert hat, kündigte an, den Verkehr auf der Krim-Brücke zu stören.

    Entsprechend sind auch die Sicherheitsvorkehrungen. Seit dem Baubeginn schützen Taucher der russischen Nationalgarde die Brückenpfeiler vor möglichen Störaktionen, Drohnen überwachen den Luftraum über der Straße von Kertsch. Nichts soll der Eröffnung der „Landverbindung“ zwischen der Krim und dem russischen Mutterland im Wege stehen. Ende dieses Jahres sollen die ersten Züge über die Krim-Brücke rollen. Mit 19 Kilometern wird sie dann die längste Brücke Europas sein – eine sichere Verbindung für bis zu 40.000 Fahrzeuge und 47 Züge pro Tag.

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