17:27 19 August 2018
SNA Radio
    Ukrainische Armee

    Donbass-Eroberung für 3. Juni geplant

    © Sputnik / Stringer
    Zeitungen
    Zum Kurzlink
    Nesawissimaja Gaseta
    8127745

    Der russische Politologe Sergej Markow hat ein für Kiew gewinnsicheres Szenario zur Eroberung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk dargelegt. Dabei soll Moskau vor eine harte Wahl gestellt werden.

    Das Szenario sieht laut Markow wie folgt aus: Anfang Juni startet die ukrainische Armee einen Blitzkrieg gegen den Donbass. Dabei wird der Kreml vor eine Wahl gestellt: Soll er die Volksrepubliken im Stich lassen oder eingreifen, was den unvermeidbaren Boykott der WM 2018 nach sich ziehen wird? Beide Varianten sind nur für Kiew von Vorteil. Als Bestätigung für seine Prognosen weist Markow auf eine Serie von Nato-Militärmanövern in der Nähe der russischen Grenzen hin, die für Anfang Juni geplant sind.

    „Es wird immer klarer, wann der neue Krieg im Donbass stattfinden wird. Am 14. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Und vom 3. bis zum 15. Juni sollen im Baltikum großangelegte Nato-Manöver an Russlands Grenze stattfinden. 19 Länder nehmen daran teil. Nicht um Russland anzugreifen, natürlich, sondern um Hitzköpfe im Kreml zu bändigen, die den Wunsch haben könnten, mit einem unerwarteten Schritt den militärischen Schauplatz zu erweitern“, schreibt Markow auf seiner Facebook-Seite.

    „Die Nato geht also davon aus, dass in dieser Zeit Hitzköpfe im Kreml auftauchen könnten. Warum? Die Antwort liegt auf der Hand: In diesem Zeitraum wird wahrscheinlich ein neuer Krieg im Donbass stattfinden. Russland wird vor eine harte Wahl gestellt: entweder der Donbass oder die Fußball-Weltmeisterschaft.“

    Mehr zum Thema >>> „Soldaten kommen waggonenweise“: Lugansker Republik ahnt ukrainische Offensive

    Der mögliche Krieg kann laut Markow zwischen 3. und 5. Juni beginnen. „Im Entscheidungszentrum geht man, denke ich, davon aus, dass die ukrainische Armee etwa eine Woche brauchen wird, um die Armeen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk zu zerschlagen. Und dann steht Moskau vor der Wahl: der militärischen Säuberung im Donbass tatenlos zusehen und die Fußball-WM abhalten oder militärisch eingreifen und einen WM-Boykott riskieren“, so der Politologe weiter.

    Das estnische Portal ERR hat den Zeitplan für die kommenden Nato-Manöver an Russlands Grenze dargelegt: „Im Juni findet in den baltischen Ländern, in Polen und in der Ostsee eine Serie von Militärmanövern der Nordatlantischen Allianz statt. Vom 3. bis zum 15. Juni findet in Litauen, Polen, Estland und Lettland die internationale Übung ‚Saber Strike‘ statt, an der 18.000 Militärs aus 19 Nato-Mitgliedsstaaten und deren Verbündeten teilnehmen werden.“ Für diese Übungen sollen 1100 Einheiten von Kriegsgerät von Deutschland nach Lettland über Tschechien, Polen und Litauen verlegt werden.

    Zum Thema:

    Lugansker Republikchef spricht von „heißem Stadium“ im Donbass-Konflikt
    Hunger und nutzlose Mitkämpfer: Ehemaliger Neonazi verlässt Donbass
    Wie ändern „Javelins“ Lage im Donbass? Ex-Pentagon-Beamter klärt auf
    Ukraine: Poroschenko erklärt „Antiterroroperation“ im Donbass für beendet
    Tags:
    Eroberung, Kreml, Militär, Krieg, Manöver, Armee, Fußball-WM 2018, NATO, Estland, Donbass, Lettland, Kiew, Moskau, Russland, Ukraine
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren