03:14 13 November 2018
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    Was sich Apple bei Android abschauen sollte

    © AP Photo / Tony Avelar
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    Über die Vorteile des Betriebssystems Android gegenüber dem iOS wird schon seit vielen Jahren gestritten – und das Gezanke wird wohl sobald kein Ende nehmen.

    Während die Fans des „angebissenen Apfels“ und des „grünen Roboters“ ständig nach neuen Argumenten suchen, hat die Online-Zeitung Gazeta.ru einige Android-„Lösungen“ zusammengefasst, die dem iPhone fehlen.

    Alle wichtigsten Vor- und Nachteile des iOs und des Androids lassen sich auf die Unterschiede zwischen den Vorgehensweisen beider Unternehmen bei der Entwicklung der ersten Versionen ihrer Betriebssysteme zurückführen.

    Während Android als offenes und kostenloses Betriebssystem konzipiert wurde, war iOS ein geschlossenes Projekt, das nur für Apple-Smartphones und —Tablets bestimmt war beziehungsweise ist.

    Deshalb kann das Interface von Android-Smartphones unterschiedlich sein: Der Nutzer kann Icons, Schalter, Schriften et cetera nach Wunsch verändern. Jedoch wollen wir das Customizing nicht zu den Vorteilen des Android-Systems zählen, denn:

    Die Offenheit des Betriebssystems ist nicht immer gut für die Nutzer.

    Beispielsweise entwickeln viele Unternehmen ihre Apps nur für iOS, weil sie dann wesentlich besser gegen „Piraten“ abgesichert sind. Bei Android können die Installationsdateien von fremden Webseiten heruntergeladen werden, ohne dass der Entwickler eine Gegenleistung erhält.

    Wie gesagt: Jedes Betriebssystem hat seine Vor- und Nachteile. Hier sind einige Funktionen von Android, die die Arbeit mit iOS wesentlich erleichtern würden.

    Arbeit mit Benachrichtigungen

    Benachrichtigungen machen einen sehr wichtigen Teil des Interfaces aus und besonders, wenn eine Person Accounts in drei oder vier sozialen Netzwerken und Messengern sowie ein paar Mailboxen hat.

    Bei Android werden Benachrichtigungen nach speziellen Apps und Absendern gruppiert, was sehr bequem ist. Das heißt, wenn eine E-Mail um 09.00 Uhr eingegangen ist und dann derselbe Absender gegen Mitternacht noch eine Mitteilung geschickt hat, erscheinen die beiden Nachrichten nebeneinander — da der Absender derselbe ist.

    Bei iOS ist die Logik anders: Alle Benachrichtigungen stehen zeitlich nacheinander. Man hat also nur eine dichte Liste von Mitteilungen vor sich und eine wichtige E-Mail kann schnell übersehen werden.

    Aufteilung des Displays

    Die jüngsten Android-Modelle haben größere Displays, die sich in zwei Teile aufteilen lassen. iPhones verfügen leider immer noch nicht über eine solche Funktion.

    Die Hersteller von Android-Smartphones bieten den Nutzern diese Möglichkeit schon seit langem. Sie ist wichtig, wenn beispielsweise ein Text von einem Foto abgeschrieben oder ein Beitrag verfasst werden muss, während ein Video läuft.

    Einstellung eines eigenen Klingeltons

    Im Jahr 2018 kann das zwar nicht mehr zeitgemäß klingen, aber iPhone-Nutzer können immer noch keine eigenen Klingeltöne einstellen – nicht einmal als Abonnenten von Apple Music. Lediglich auf iTunes kann einer erworben werden.

    Flexibilität des Einstellungszentrums

    Ein Ding ist bei iOS sehr störend, nämlich der „Schieber“ mit den „schnellen Einstellungen“. Bei den jüngsten Versionen wurde diese Funktion zwar bequemer gemacht, jedoch fehlt nach wie vor jene, über die Android-Geräte von Anfang an verfügen.

    Bei jedem Android-Smartphone kann man über ein Piktogramm rasch zu einem Schnellmenü gelangen, in dem beispielsweise das aktuell gewünschte Wi-Fi-Netz definiert werden kann.

    Auf einem iOS-Gadget muss man dafür zunächst auf das Einstellungs-Piktogramm drücken, die nötige Abteilung (beispielsweise Wi-Fi) wählen und kann sich erst dann an das entsprechende Wi-Fi-Netz anschließen. Das nimmt zwar nicht sehr viel Zeit in Anspruch, aber Fakt ist: Die Apple-Entwickler haben dieses Problem immer noch nicht beseitigt.

    Aufrechterhaltung des individuellen Nutzerprofils

    Das ist eine der wenigen nützlichen Funktionen, über die das Android-Betriebssystem schon seit mehreren Jahren verfügt. Es geht darum, dass beispielsweise Tablet PCs oft von allen Familienmitgliedern genutzt werden, wobei jedes von ihnen individuelle Einstellungen benötigt.

    iPhone-Modellreihe
    © AP Photo / Julie Jacobson

    Auf einem Android-Gerät können gleichzeitig mehrere Profile erstellt werden. Dabei kann jeder Nutzer seine eigenen Präferenzen festlegen, eigene Fotos und Dateien herunterladen und so fort. Besonders bequem für Familien mit Kindern: Die Eltern brauchen sich keine Sorgen um ihre Dokumente machen. Denn ihre Kinder werden nur zu jenen Apps Zugang haben, deren Nutzung ihnen die Eltern erlauben. 

    Bei Apple wurde diese Funktion noch nicht entwickelt und auf dem iPad kann nur ein Profil definiert werden.

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    Tags:
    Mobiltelefon, Piraterie, Vergleich, Technik, iOS, Android, iPhone, Apple, Google, USA