13:50 19 August 2018
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    US-Schauspielerin Meghan Markle (Archivbild)

    Darum muss Meghan Markle vor USA Rechenschaft ablegen

    © AFP 2018 / Pool/ Andrew Milligan
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    Im Ausland lebende US-Staatsbürger müssen vor den heimischen Steuerbehörden regelmäßig Rechenschaft über ihre Finanzlage ablegen.

    Die neue Herzogin von Sussex, Meghan Markle, wird ihre US-Staatsbürgerschaft wohl behalten und muss daher regelmäßig einen FBAR („Foreign Bank Account Report“) einreichen. Dieses Formular muss vorgelegt werden, wenn der maximale Saldo im Laufe des Anlagezeitraums von allen Konten in ausländischen Banken zusammen mehr als 10.000 US-Dollar beträgt.

    Nach der Hochzeit mit Prinz Harry muss Meghan Markle aufpassen, denn sie muss über auf den ersten Blick als Kleinigkeiten erscheinende Dinge wie Darlehen von teuren Juwelen, bezahlten Urlaub und das Leben im Kensington-Palast Rechenschaft ablegen. Falls sie etwas vergisst, folgt gleich eine Strafe – auch bei der Verwandten der Queen wird dabei keine Ausnahme gemacht.

    Prinz Harry wie auch sein älterer Bruder Prinz William und dessen Frau Kate Middleton werden von der Königin finanziell versorgt. Im vergangenen Jahr waren es 3,5 Millionen Pfund (knapp vier Millionen Euro). Bislang ist unklar, ob Meghan ein eigenes Versorgungspaket bekommt oder mit dem ihres Ehemanns rechnen soll.

    Ein weiteres wichtiges Finanzdokument für die im Ausland lebenden Amerikaner ist das FATCA-Gesetz. Solange Meghan einen US-Pass hat, muss sie jedes Jahr das Formular 8938 über ihre Finanzaktiva für Summen von mehr als 200.000 Dollar ausfüllen.

    Die Auflagen des US-Finanzministeriums erschweren das Leben der US-Staatsbürger im Ausland. Meghan könnte einen radikalen Weg gehen, um diese Kopfschmerzen zu vermeiden: auf die US-Staatsbürgerschaft verzichten. Das ist nicht kriminell, jedes Jahr geben Tausende ausgewanderte Amerikaner ihre Pässe ab.

    Doch auch in diesem Fall muss Meghan Markle über ihre Einnahmen in den USA berichten. Dazu gehören Schauspielerhonorare und Royalties. Zudem muss sie eine Repatriierungs-Steuer zahlen, weil sie auch vor der Hochzeit eine ziemlich vermögende Frau war, die Mindestsumme liegt hier bei zwei Millionen Dollar.

    Nach Angaben von „Celebrity Net Worth“ belief sich das Vermögen der 36-jährigen Herzogin von Sussex auf nicht weniger als fünf Millionen Dollar. Sie verdiente jedes Jahr 450.000 US-Dollar für ihre Rolle in der Serie „Suits“. Darüber hinaus generiert sie Einnahmen mit ihrer eigenen Kleiderlinie im Montrealer Geschäft Reitman.

    Vor ihrem endgültigen Umzug nach Großbritannien muss sie auch das Formular 8854 über die Aktiva und Immobilien zum Zeitpunkt des Abreisetags ausfüllen.

    Bevor Meghan Markle auf die US-Staatsbürgerschaft verzichten kann, muss sie britische Staatsbürgerin werden. Doch einen entsprechenden Antrag kann sie erst nach drei Jahren Aufenthalt in Großbritannien, also frühestens 2021, einreichen. Also muss sie mindestens noch drei Jahre die hohen Anforderungen der US-Steuerbehörden ertragen.

    Tags:
    Steuerhinterziehung, Steuer, Staatsbürgerschaft, Prinz William, Prinz Harry, Meghan Markle, Kate Middleton, USA, Großbritannien
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