22:28 22 Juli 2018
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    Der russische Nationalspieler Igor Smolnikow verlässt Spielfeld nach der roten Karte

    Wie die Schlappe gegen Uruguay dem russischen Team nützen könnte

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    Argumenty i Fakty
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    Uruguay hat gegen Russland bei der WM verdient gewonnen und den ersten Platz in der Gruppe belegt. Für die russische Elf ist diese Lehre aber durchaus nützlich und sollte im Achtelfinale berücksichtigt werden, wie die Zeitung „Argumenty i Fakty“ in ihrem Kommentar unterstreicht.

    „Rein fußballerisch betrachtet, ist die uruguayische Lehre bei den aktuellen Verhältnissen unschätzbar. Sie hat alle Schwächen, die es natürlich mehr als genug gibt, überaus deutlich zum Vorschein kommen lassen“, schreibt die Zeitung in ihrer Onlineausgabe.

    „Die Euphorie ist nun weg – ist das aber schlecht? (…) Wir haben schon genug russische Volksmärchen gesehen und Spaß gehabt – nun haben wir eine Gerade auf den Kiefer kassiert und sind wieder bereit zu den harten Realien des Lebens“, so der Kommentar.

    Die 0:3-Niederlage sei peinlich, aber generell gerecht: „Der Gegner war schneller und gefährlicher, seine Torchancen verwandelte er ausgezeichnet. Im Spiel kamen wir den Uruguayern nicht rechtzeitig hinterher, die Spielorganisation war bei ihnen spürbar besser. Seine eigenen Torchancen, die nicht zahlreich waren, hat Russland verpasst.“

    „Fragen Sie sich aber: Gab es während des Spiels jenes Gefühl der Hoffnungslosigkeit, das die meisten Auftritte unserer Nationalelf in letzter Zeit ausgelöst hatten? Nein, es gab kein solches Gefühl. Wir zeigten einen ziemlich modernen, interessanten und inhaltsreichen Fußball – mit guter Bewegung und mit Angriffen bei jeder Gelegenheit. Wir versuchten sogar, den Uruguayern unser Szenario aufzuzwingen“, so der Kommentar weiter.

    „Hätte etwa Tscheryschew ganz am Anfang beim Stand von 0:1 getroffen (seine Torchance war ja ganz sicher), wäre alles anders gelaufen. Dabei war jene Episode mit Tscheryschew nicht die einzige, es gab auch weitere Chancen. Was aber am wichtigsten ist, das russische Team befand sich zu zwei Dritteln der Spielzeit in der Unterzahl. Dieser wichtige Umstand muss bei allen Bewertungen berücksichtigt werden“, betont die Zeitung.

    Sie weist auch darauf hin, dass der junge russische Spitzenmann Alexander Golowin gelb vorbelastet ist und deshalb auf der Bank blieb, um keine Achtelfinal-Sperre zu riskieren; auch der leicht verletzte erfahrene Abwehrspieler Juri Schirkow durfte sich vor dem Achtelfinale erholen.

    Wenn nichts Unvorhergesehenes passiere, werde die russische Elf im nächsten Spiel ihre momentan optimale Besetzung zurück haben. Sie werde ihren Fußball spielen müssen, und zwar jenen, der ihr bei dieser WM schon zweimal nicht schlecht gelungen sei, hieß es.

    Uruguay, das nach seinem Erfolg gegen Russland den ersten Platz in der Gruppe belegt, muss nun sein Achtelfinalspiel gegen Portugal in Sotschi absolvieren. Russland wird im Moskauer Luschniki-Stadion gegen Spanien antreten, was die Zeitung für einen weiteren Vorteil hält, denn diese Arena kann deutlich mehr Zuschauer aufnehmen, als die in Sotschi.

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    Fußballspieler, Nationalelf, Niederlage, Fußball-WM, Fußball-WM 2018, FIFA, Samara, Uruguay, Russland
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