10:13 21 Oktober 2018
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    Ein Panzir-S-System wird bei einer Übung abgefeuert

    Neuer Nachtangriff: Wie lange hält russische Syrien-Basis noch durch?

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    Nesawissimaja Gaseta
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    Die Drohnen-Angriffe auf den russischen Militärstützpunkt Hmeimim in der nordsyrischen Provinz Latakia hören nicht auf. Die Maßnahmen der elektronischen Kampfführung gegen die Angreifer haben sich bislang als unwirksam erwiesen, konstatiert die russische Tageszeitung „Nesawissimaja Gaseta“.

    In der Nacht zum Sonntag gelang es den russischen Militärs, einen Drohnenangriff mit Raketen abzuwehren. Man kann aber nicht unendlich mit teuren Flugabwehrraketen billige Drohnen abschießen. Denn die FlaRak-Munition geht schnell zur Neige. Und im Falle einer geschickten Organisation von mehreren Angriffen könnte eine Drohnengruppe es schließlich bis zum ungeschützten Abstellplatz russischer Flugzeuge schaffen.

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    Beim jüngsten Angriff konnten die russischen Streitkräfte, die den Militärstützpunkt Hmeimim verteidigen, nach eigenen Angaben mehrere „kleine Luftziele unbekannter Herkunft“ beim Anflug zerstörten.

    „Am 30. Juni bei Einbruch der Dunkelheit wurde eine Gruppe kleiner Luftziele (Drohnen) unbekannter Herkunft aus nordöstlicher Richtung kommend entdeckt“, berichtete ein Vertreter des Flugplatzes Hmeimim. „Das Luftverteidigungssystem des russischen Militärstützpunkts hat alle Luftziele zerstört.“

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    Nach Angaben des Sprechers gibt es auf der Basis weder Opfer noch materielle Schäden.

    Der Drohnenangriff wurde offenbar von einem Kurstrecken-Fla-Raketensystem des Typs Panzir abgewehrt, der mit zwölf Raketen ausgerüstet ist. Sogar wenn jede Rakete eine Drohne erfolgreich abschießt, ist es leicht zu verstehen, dass die nächste Drohne schon nicht mehr vom Panzir getroffen wird und eine Chance hat, russische Flugzeuge am Abstellplatz zu beschädigen.

    Dieses Problem zeigt die Ineffektivität der traditionellen Luftabwehreinrichtungen, die zum Abfangen von Marschflugkörpern oder Flugzeugen geschaffen wurden. Wenn der Feind einen Angriff mithilfe mehrerer „Wellen“ von Drohnen organisieren kann, wird die Verteidigung des Stützpunkts etwa wie ein Kanonenbeschuss gegen Spatzen. Selbst wenn die Verteidigungsanlagen mehrere Stufen haben, könnte der Angreifer ein ausreichendes Durchbruchspotenzial mit geringeren Kosten schaffen.

    Die Tatsache, dass die russischen Kräfte Flugabwehrraketen für die Zerstörung der Drohnen benutzt haben, verweist auf den bestehenden Mangel an effektiven Mitteln elektronischer Maßnahmen gegen unbemannte Fluggeräte.

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    Tags:
    Hmeimim, Syrien, Russland