22:57 18 September 2018
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    Ukrainische Fußball-Hooligans (Archivbild)

    Der Weltfußball muss sich gegen den Wahnsinn der Ukraine wehren

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    Im Netz ist ein zweites Video des kroatischen Fußballspielers Domagoj Vida gepostet worden, in dem er „Ruhm der Ukraine“ sagt. Sind die Sanktionen der FIFA gegen politisch motivierte Äußerungen eines Fußballers gerechtfertigt?

    Für seine erste Videobotschaft war Vida bereits symbolisch bestraft worden. In Kiew waren einige darüber so wütend, dass sie der FIFA sogar mit Brandstiftungen drohten.

    Das zweite von Vida gepostete Video ist bereits Gegenstand einer Untersuchung durch die FIFA, die sehr streng darüber wacht, dass die WM-Spiele nicht politisiert werden.

    2016 wurden alle britischen Mannschaften (England, Schottland, Wales und Nordirland) sowie die Mannschaft Irlands bestraft, weil sie mit Poppy-Armbinden auf den Rasen kamen, auf denen stilisierte rote Klatschmohnblüten zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg abgebildet waren. Für die Briten sind diese Klatschmohnblüten eine alte Tradition, doch das half nichts. England zahlte eine Geldstrafe in Höhe von 35.300 Pfund, Schottland und Wales je 15.700 Pfund, Irland 4000 und Nordirland 11.800 Pfund.

    Auch die Ukraine zahlt regelmäßig Geldstrafen, doch vor allem wegen des Verhaltens der Fans, nicht der Fußballspieler. 2016 wurde bei einem WM-Qualifikationsspiel die Lwiw-Arena wegen Nazi-Symbolen disqualifiziert. Zudem fand das erste Qualifikationsspiel für die WM 2018 gegen Island ohne Zuschauer statt.

    Später wurde der ukrainische Fußballverband noch zwei Mal bestraft. 60.000 Schweizer Franken wegen Nazi-Parolen während des Spiels gegen Serbien und 7000 Franken (plus Verwarnung) wegen beleidigender Rufe und Pyrotechnik beim Spiel gegen Finnland.

    Die Nationalmannschaften vom Balkan werden besonders häufig bestraft, was nicht nur aus sportlicher, sondern auch aus der politischen Sicht zu erklären ist. Der Frieden in der Region stützt sich in vielerlei Hinsicht auf dem Verständnis, dass selbst ein lokaler Zusammenstoß zu einem neuen Ausbruch von national motivierten Massakern und der unvermeidlichen Einmischung ausländischer Staaten führen könnte. Weder Serben noch Kroaten oder Bosnier sind mit den Ergebnissen der Teilung Jugoslawiens zufrieden. Deswegen kann dieser Konflikt nicht als Teil der Vergangenheit betrachtet werden.

    Doch während der Qualifikation für die EM 2016 gab es gegen Serbien beim Spiel gegen Albanien in Belgrad eine potentiell gefährliche Provokation. Wegen einer über dem Spielfeld fliegenden Drohne mit dem Bild von Großalbanien wurde das Spiel abgebrochen. Die UEFA wertete das Spiel als 3:0-Niederlage für Albanien, Serbien musste zwei Qualifikationsspiele ohne Zuschauer abhalten, zudem wurden unmittelbar drei Punkte abgezogen. Außerdem wurden beide Fußballverbände mit einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro belegt.

    Sowohl Serbien als auch Albanien wandten sich anschließend an das Sportgericht in Lausanne. Wie sich später herausstellte, war der Gang vor Gericht für die Serben umsonst. Der Beschluss über Punktverluste und Geldstrafe blieb unverändert. Wegen dieses Beschlusses nahm Albanien erstmals in seiner Geschichte an einer Fußball-EM teil.

    Auch russische Fußballspieler wurden in der Vergangenheit bestraft. So wurde der Lokomotiv-Kicker Dmitri Tarassow vom eigenen Klub zu einer Geldstrafe in Höhe von 300.000 Euro verdonnert, weil er beim Spiel gegen Fenerbahçe in Istanbul ein T-Shirt mit der Abbildung von Wladimir Putin unter dem Trikot angezogen hatte.

    Die Bandbreite der Strafmaßnahmen der FIFA ist ziemlich groß. Der Organisation kann man kaum vorwerfen, zu viel Liberalität und Nachlässigkeit walten zu lassen.

    Derweil freut sich Kiew über eine weitere Aktion gegen die „Moskals“ (Russen), die diesmal von den Kroaten kam.

    Der Präsident des ukrainischen Fußballverbands und Abgeordnete der Obersten Rada, Andrej Pawelko, trug bei einer Parlamentssitzung das Trikot der kroatischen Nationalmannschaft und versprach, die gegen den früheren Dynamo-Verteidiger Ognjen Vukojević (er rief zusammen mit Vida „Rum der Ukraine!“) verhängte Geldstrafe zu übernehmen – und das nicht aus eigenen Mitteln, sondern aus der Kasse des ukrainischen Fußballverbandes. Die Ukraine scheint offenbar in Geld zu schwimmen.

    Der Bürgermeister von Lwiw, Andrej Sadowyj, schlug sogar vor, den Ausspruch „Ruhm der Ukraine!“ in das offizielle Emblem der Nationalmannschaft aufzunehmen.

    Der Nationalist Dmitri Kortschinski, der von den russischen Sicherheitsorganen strafrechtlich verfolgt wird, drohte dem „schmutzigen Kontor“ FIFA mit Brandstiftungen.

    „Die FIFA spielt Putin in die Hände. Dort, wo es Korruption gibt, gibt es auch die Politik der Moskals. Er kauft Politiker in Europa, er kaufte vor langem den ganzen Sport und dieses schmutzige Kontor FIFA. Sie lassen Putin auf diese Weise Politik machen. Sie nahmen von ihm Geld. Dass die Kroaten gewonnen haben und dass sie sich innerhalb der Putin-Politik eine kleine Äußerung in den sozialen Netzwerken – Ruhm der Ukraine – erlaubten, dafür will man sie jetzt disqualifizieren. Wenn Sie einen FIFA-Funktionär treffen, spucken Sie ihm ins Gesicht. Wenn es in der Ukraine irgendwelche Strukturen gibt, die mit der FIFA in Verbindung stehen, müssen sie alle niedergebrannt werden“, sagte Kortschinski.

    Es muss festgestellt werden, dass die Anstrengungen der internationalen Aktivisten zur Entpolitisierung der WM gescheitert sind. Dafür sind die Albaner und Kroaten verantwortlich. Der Hass gegen Serbien und Russland ist für sie wichtiger als die Liebe zum Fußball.

    Strafen funktionieren nicht. Man braucht Disqualifikationen – für einen langen Zeitraum. Damit jeder Fußballspieler, der den Sport zum Instrument seiner politischen Ansichten missbrauchen will, sich zuvor Gedanken darüber macht.

    Andernfalls würden „Falken“, Bandera-Parolen und andere Nazi-Symbole zum ständigen Schatten von Fußballspielen.

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    Tags:
    Fußballspieler, Politisierung, Skandal, Video, Nationalismus, Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland, Fußball-WM, FIFA, Serbien, Albanien, Kosovo, Schweiz, Ukraine, Russland