17:43 11 Dezember 2018
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    Soldaten der ukrainischen Armee im Donbass-Gebiet (Archivbild)

    Ukrainische Armee will Donbass zerschlagen – kann es aber nicht

    © AFP 2018 / Oleksandr Ratushniak
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    Nesawissimaja Gaseta
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    Kiew schickt Truppen in den Osten, schafft Spezialeinheiten und stellt schlechte Waffen her, wie die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ berichtet.

    Bei einer Sitzung des Ständigen Rats der OSZE in Wien sagte der russische Vertreter Juri Balakin:

    „Die Militärtechnik und der Personalbestand der Streitkräfte der Ukraine halten Einzug in alle neuen Abschnitte des Sicherheitsbereichs. Die vordersten Stellungen der ukrainischen Militärs liegen nahe Wodjanoje bereits 300 Meter und in Richtung Dorf Schelobok einen Kilometer vorne. Mitte Mai nahmen sie das Gebiet Tschigari ein. Das ist ein direkter Verstoß des Minsker Maßnahmenkomplexes, der Offensivmaßnahmen verbietet“.

    Ukrainische Soldaten an der Grenzlinie zur Volksrepublik Donezk (Archivbild)
    © AP Photo / Efrem Lukatsky
    Der Oberst der Truppen der Volksrepublik Donezk Eduard Bassurin informierte die Presse, dass die Aufklärung der Aufständischen über Angaben über die von Kiew vorbereitete großangelegte Offensive in Donbass verfügt. Nach seinen Angaben wurde bei den ukrainischen Militärs die planmäßigen Urlaube abgesagt. Zuvor hatte die Führung der Aufständischen über eine Bewegungen der ukrainischen Artillerie und Panzertechnik in Richtung Frontlinie sowie die Aufstellung von Feldlazaretten und Feldküchen im Gebiet der „Operation der Vereinigten Kräfte“ berichtet.

    Nach Aufklärungsinformationen der Volksrepublik Lugansk wurden in der Ortschaft Popasnaja von ukrainischen Streitkräften Panzer und Flugabwehrsysteme stationiert. Bei Luganskaja wurde auf einem privaten Grundstück ein Panzer T-72 gesichtet, der der 59. Brigade der ukrainischen Streitkräfte angehört. Bei Nowoiwanowka sollen sechs Mehrfachraketenwerfer BM-21 der 14. Brigade der ukrainischen Armee stationiert worden sein. Zuvor war eine große Konzentration der ukrainischen Truppen bei Debalzewe zu erkennen. Die Vorbereitung der ukrainischen Streitkräfte auf eine Offensive im Donezbecken ist vielleicht nur eine demonstrative Aktion, weil das ukrainische Kommando wohl verstehen muss, dass es einfach nicht imstande ist, die notwendige Zahl der Mittel zur Zerschlagung der Aufständischen von Lugansk und Donezk zu sammeln.

    Zudem muss Kiew dringend die nationalistischen Gruppierungen bekämpfen. Der Kommandeur der Operation der vereinigten Kräfte, Sergej Najew, hatte diesen Einheiten zuvor befohlen, die Front zu verlassen. Doch wollten sich die Nationalisten ihm nicht unterordnen. Lediglich eine Spezialeinheit von Scharfschützen wurde gebildet, die zum Kampf gegen Freiwilligenbataillone bestimmt ist. Klar ist, dass sie nicht in der Lage ist, allein gegen die vielen Freiwilligenbataillone zu kämpfen. Die Nationalisten drohen Kiew bereits seit langem und können wohl auch mit Waffen gegen die ukrainischen Streitkräfte vorgehen. In diesem Fall würde der Bürgerkrieg in der Ukraine eine ganz neue Entwicklung bekommen, so Experten. Allerdings gibt es auch einen Umstand, der sie am Kampf gegen Kiew hindert. Jeder Krieg erfordert große Finanzspritzen. In diesem Sinne sind die Freiwilligenbataillone und die sie unterstützenden politischen Parteien schwach, ihre Mittel würden nicht für lange Zeit ausreichen.

    Kiew weiß genau, dass es die Volksrepubliken nicht zerschlagen kann. Davon zeugen auch seine Versuche, die Kosten für die aktuellen Kampfhandlungen zu minimieren. Zu diesem Ziel werden neben der Ausbildung der Scharfschützen auch im Eiltempo Spezialeinheiten gebildet, die mit Panzerabwehrmitteln und mobilen Raketenflammenwerfern ausgerüstet sind, um die gegnerische Militärtechnik und die Feuerstellungen zu vernichten.

    Auf einem Video, in dem das ukrainische Verteidigungsministerium die Aktionen einer solchen Gruppe zeigt, sind als Waffen allerdings der Panzerabwehrkomplex Kornet und der Lkw Ural zu sehen – beides Erzeugnisse russischer Produktion. Allerdings versucht der ukrainische Präsident Petro Poroschenko weiterhin, den Mythos über die Aktivitäten der ukrainischen Rüstungsindustrie am Leben zu halten, wobei die Serienproduktion des Raketen-Infanterieflammenwerfers RPO-16 angekündigt wird. Diese Wunderwaffe könnte wohl das gleiche Schicksal wie den ukrainischen 120-mm-Minenwerfer M120-15 Molot ereilen. Dessen Einsatz hatte zu mehreren Unglücksfällen geführt, im Zuge derer rund 20 ukrainischen Soldaten ums Leben kamen.

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    Tags:
    Militärtechnik, Truppenkonzentration, Vorbereitung, Offensive, Trennlinie, Minsker Abkommen, T-72-Panzer, OSZE, Eduard Bassurin, Russland, Wien, Volksrepublik Donezk, Ostukraine, Donbass, Ukraine