00:02 17 November 2018
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    Astronaut Buzz Aldrin auf dem Mond

    Hat es Mondlandung nie gegeben? Astronaut Buzz Aldrin packt endlich aus – oder?

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    Buzz Aldrin, der zweite Mann auf dem Mond, hat zugegeben, diesen nie betreten zu haben – das sagen jedenfalls Verschwörungstheoretiker. Den Beweis dafür wollen sie in einem inzwischen viralen Video gesehen haben.

    Wer glaubt, die Mondlandung habe es nie gegeben, hat jetzt endlich Beweismaterial in der Hand – oder zumindest das, was man dafür hält. „Aldrins Aussage ist der direkte Beleg dafür, dass die Nasa nie auf dem Mond gewesen ist“, kommentierte der Ufo-Forscher Taylor Glockner ein Video, auf dem der ehemalige Astronaut Aldrin auf die Frage eines kleinen Mädchens nach Mondmissionen antwortet.

    Rund 300.000 Nutzer haben das Video an einem Tag angeklickt, darunter etliche mit einer sehr regen Fantasie. Einige schrieben, der Ufo-Forscher Glockner habe Unrecht: Neil Armstrong und sein Nasa-Kollege seien sehr wohl auf dem Mond gewesen, nur würden sie etwas verheimlichen. Zum Beispiel, dass sie auf dem Erdsatelliten eine Ufo-Station entdeckt hätten, und dass die Außerirdischen über den Besuch der Erdlinge gar nicht glücklich gewesen seien.

    Tatsächlich aber gehen die Verschwörungskenner auch in diesem Fall ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: Aussagen aus dem Kontext reißen und den Rest ausblenden. Denn mit dem besagten Video verhielt es sich eigentlich so, dass Aldrin 2015 eine Buchmesse in Washington besuchte, wo ein Mädchen ihn fragte, warum seit so langer Zeit niemand mehr auf dem Mond gewesen sei.

    „Das würde ich auch gern wissen“, antwortete der Ex-Astronaut. „Es ist halt niemand dort gewesen, das ist alles. Sowas kommt vor. Und da das nicht mehr passiert, wäre es gut zu erfahren, warum das so ist. Wenn wir in der Zukunft damit fortfahren wollen, etwas zu tun, müssen wir verstehen, warum wir in der Vergangenheit damit aufgehört haben.“

    Kein Wort darüber, dass bisher angeblich niemand auf dem Mond gewesen sei. Es ging um die Einstellung des Mondprogramms und das Ausbleiben von Mondmissionen seit der Vergangenheit bis heute.

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    Was auf dem „ultimativen Beweisvideo“ nicht zu sehen ist, ist die Fortsetzung des Gesprächs. Im fehlenden Part nennt Buzz Aldrin den Grund dafür, dass die Menschheit keine weiteren Mondmissionen unternimmt. Demnach liegt es am Geld.

    „Geld ist eine Super-Sache. Wenn du neue Dinge, neue Raketen kaufen willst, statt immer und immer wieder das Alte zu machen, dann kostet das viel Geld“, so der ehemalige Raumfahrer im Video.

    Weiter sagt er: „So haben wir erreicht, was der Präsident von uns wollte. Dann kamen Abertausende, Abermillionen von Menschen in den USA und auf der ganzen Welt. Nach unserer Rückkehr reisten wir durch die ganze Welt, und es war beeindruckend zu sehen, dass wir es geschafft haben. Nicht nur Armstrong und ich, sondern die ganze Menschheit.“

    Halten wir fest: Aldrin sagt, er und Armstrong hätten erreicht, was der Präsident als Ziel vorgegeben habe. Und nach der Rückkehr sei er sehr stolz darauf gewesen.

    Ohnehin scheint der ehemalige Mond-Astronaut gerade eine Pechsträhne zu haben. Im Frühling dieses Jahres haben einige Medien ihm eine Begegnung mit Außerirdischen angedichtet.

    Die britische „Daily Star“ schrieb, ganze vier ehemalige Astronauten – unter ihnen auch Aldrin – hätten einen Lügendetektor-Test durchgemacht, während sie von extraterrestrischen Begegnungen bei Raumflügen gesprochen hätten.

    Ein gewisses „Institute of BioAcoustic Biology“ in Albany (US-Bundesstaat Ohio) habe in einem „komplizierten Computer-Verfahren“ die Stimmen der Astronauten ausgewertet und sei zum Ergebnis gekommen, dass sie ihrer Begegnungen mit Ufos völlig sicher seien.

    Buzz Aldrin selbst hatte in der Vergangenheit bereits mehrmals dementiert, jemals Außerirdische getroffen zu haben. Bei der Apollo-11-Mission habe er zwar einen ungewöhnlichen Lichtschein beobachtet. Am Ende habe sich aber herausgestellt, dass dies nur das Sonnenlicht gewesen sei, das von der Außenhülle des Raumschiffs reflektiert worden sei.

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    Diese ganzen Gerüchte und Spekulationen werden übrigens gestreut, während die Stiftung von Buzz Aldrin von einer Korruptionsaffäre überschattet wird. Einige Mitarbeiter der Share Space Foundation sollen laut Medienberichten gewaltige Summen veruntreut haben.

    Die beschuldigten Stiftungsmitarbeiter sollen jahrelang Gerüchte gestreut haben, dass der heute 88-jährige Ex-Astronaut an Altersdemenz und Alzheimer leide. Nachdem sie laut Medienberichten durchgesetzt hatten, als Vormund für Buzz Aldrin bestellt zu werden und somit Zugang zu seinem Vermögen zu erhalten, plünderten sie die Stiftungskonten.

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    Mondlandung, Astronauten, Verschwörungstheorie, UFO, NASA, Neil Armstrong, Buzz Aldrin, Mond, USA