13:29 24 September 2018
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    Exotische Epidemien im Kaukasus: Testen die USA in Georgien neue Biowaffe?

    Exotische Epidemien im Kaukasus: Testen die USA in Georgien neue Biowaffe?

    © Foto: DoD/ U.S. Air Force/ Senior Airman Dennis Sloan
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    Die Verschlechterung der epidemiologischen Lage in mehreren Regionen kann mit US-amerikanischen biobakteriologischen Labors in einigen postsowjetischen Ländern, darunter in Georgien und in der Ukraine, in Verbindung stehen, schreibt das Portal „Fondsk.ru“.

    Das Hauptobjekt des georgischen Biolabor-Netzes, bekannt als Lugar Center, wurde 2011 in der Nähe von Tiflis unter Beteiligung von Militärs aus dem Pentagon und des damaligen Präsidenten Michail Saakaschwili eröffnet. Georgien und die USA haben ein bilaterales Abkommen „Über Zusammenarbeit im Bereich Technologien und Pathogene, die mit der Entwicklung von Biowaffen und der Nichtverbreitung von Informationen in diesem Bereich verbunden sind“.

    Fachmann des ABC-Schutzes der US-Armee (Archivbild)
    © Foto : U.S. Marine Corps/ Lance Cpl. Kelsey M. Dornfeld
    Nach der Machtübernahme durch die Partei „Georgischer Traum“ gab es schüchterne Versuche, die Labore zu verstaatlichen. Laut vorhandenen Informationen wurden die Labore nach Ende 2015 angeblich von den Amerikanern an die georgische Regierung übergeben (unter Bedingungen der Kofinanzierung). Allerdings gibt es weiterhin geheime Zonen, zu denen der Zutritt nur US-Staatsbürgern erlaubt ist. 

    Am 11. September wurden auf einer Pressekonferenz des ehemaligen georgischen Ministers für Staatssicherheit, Igor Giorgadse, in Moskau neue Beweise für die gefährlichen Aktivitäten des Lugar Center vorgelegt.

    Militärische und zivile Dienstleister konnten in dem Labor in Georgien geheime Experimente durchführen, darunter an Menschen. Das ergeben vertrauliche Papiere, die demnächst offengelegt werden. In ihnen sind die Ergebnisse der Experimente an 340 Menschen dargelegt, von denen 27 gestorben sind, bei denen Anomien, bakteriologische Infektionen, massive Schwächungen und andere Nebensymptome festgestellt wurden. Im Dezember 2015 starben 30 Menschen, die angeblich gegen Hepatitis C behandelt wurden, davon 24 an einem Tag. Bei der Benennung der „Todesursache“ wurde stets „unbekannt“ angegeben. Giorgadse zufolge wurden Experimente an Menschen durchgeführt, die einer experimentellen Behandlung zugestimmt hatten, einigen von ihnen gegen Entgelt. Seit 2015 wurden in Georgien Medikamente zur Behandlung von Hepatitis C aktiv angewendet, doch im Biolabor Lugar Center wurden sie „ohne Berücksichtigung der Wünsche der Patienten“ und trotz Kontraindiktionen als Rezept ausgestellt. Das Endziel dieser Experimente an den Menschen könnte die Entwicklung von Biowaffen sein. Journalisten zufolge arbeitet das Labor an Stämmen von Erzeugern von Pest, Schweinegrippe, Milzbrand.

    Unter den Dokumenten gibt es eine Liste von Patenten, die auf die Produktion von Dual-Use-Produkten im Lugar Center hinweisen. Es handelt sich unter anderem um eine Anlage zur Zerstäubung von verseuchten Mücken. Die Beschreibung ist mit einem Kommentar versehen, dass Insekten auch in Kriegszeiten zur Verbreitung von Malaria eingesetzt werden, wobei beim Feind von 100-prozentigen menschlichen Verlusten ausgegangen werden kann. Zudem gibt es ein Patent für ein „Geschoss mit einer Giftstoff-Kapsel“.

    Es sind keine Informationen enthalten, ob diese tödlichen Anlagen aus Georgien ausgeführt wurden und wo sie eingesetzt werden könnten. Die Experimente in Tiflis wurden durch private Militärfirmen des Pentagons durchgeführt. Die Spuren führen zur Defense Threat Reduction Agency, DTRA, einer Struktur des US-Verteidigungsministeriums. Giorgadse wandte sich an US-Präsident Donald Trump mit der dringenden Bitte, die Legitimität der Experimente in Georgien durch Mitarbeiter des Lugar Center zu überprüfen, die mit Genehmigung der US-Administration und nach Vereinbarung mit dem damaligen Präsidenten Georgiens agierten.

    Forschern zufolge ermöglichen Biotechnologien die Ausarbeitung von Methoden zur Anwendung von Biowaffen – vor allem Virus-, Toxin- und Gen-Waffen. Diese Waffen ermöglichen eine äußerst hohe Effizienz bei bescheidenen Produktionskosten, verdeckten Einsatz, verzögerten Effekt und schnelle Wirkung. Als besonders gefährlich kann der Gruppen- und der individuelle Terrorismus unter Einsatz von Biowaffen sein.

    Laut dem Politologen Sergej Sudakow ist heute das Wachstum von Epidemien und der zuvor unbekannten Erreger von exotischen Erkrankungen im Kaukasus offensichtlich. „Vor etwa zwei Jahren wurde in den USA aktiv mit der Einrichtung der Labore begonnen, wo Experimente erfolgen, für die ausschließlich Menschen der slawischen Rasse erforderlich sind. Wir erinnern uns daran, wie viele Millionen Menschenleben die Pest im Mittelalter forderte, wie viele Millionen Menschen an Typhus starben. Nun meinen die Amerikaner, dass sie genetisch veränderte Viren schaffen können, die nur eine Rasse treffen können.“ Obwohl bislang die Wissenschaft solch ein Niveau noch nicht erreicht hat, wird daran gearbeitet. Die Ergebnisse würden die Menschheit erschrecken.

    Der grenzübergreifende Bioterrorismus könnte eine ständige Bedrohung des 21. Jahrhunderts sein. Experimente zur Entwicklung von biologischen und bakteriologischen Waffen und Trägermitteln sind ein Teil eines Programms des Pentagons in mehreren Postsowjet- sowie Nahost- und Ostasienländern – nahe der Grenzen Russlands, Chinas und des Irans.

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    Tags:
    Chemielabor, Ausarbeitung, Labor, Biowaffen, Epidemie, Entwicklung, Pentagon, NATO, Igor Giorgadse, Kaukasus, Europa, Iran, Georgien, USA, Russland, China