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    Übung der russischen Raketentruppen (Archivbild)

    100 Superraketen für Russland

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    Rossijskaja Gaseta
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    Russlands strategische Raketentruppen werden bis Ende des scheidenden Jahres etwa 100 neue Waffeneinheiten erhalten, darunter nukleare Raketenkomplexe „Jars“. Wie die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Dienstag schreibt, hat der Befehlshaber dieser Truppengattung, Generaloberst Sergej Karalajew, dies unlängst angekündigt.

    Dadurch kann ihm zufolge die Umrüstung eines Regiments der bei Joschkar-Ola (Teilrepublik Marij-El) stationierten Raketendivision abzuschließen. Zudem wird die bei Koselsk (Gebiet Kaluga) stationierte Raketenabteilung weiterhin mit modernsten nuklearen Systemen versorgt. Damit wird der Anteil neuer Waffen bei den russischen Raketentruppen auf 70 Prozent steigen.

    General Karakajew sagte darüber hinaus, dass im Rahmen des staatlichen Rüstungsprogramms die Entwicklung des neuesten silogestützten Raketenkomplexes „Sarmat“ fortgesetzt werde. Die ersten schweren Flüssigkraftstoffraketen dieses Typs werden die Truppen 2021 erhalten. Sie werden die jetzigen Raketen „Wojewoda“ ablösen.

    Dem Befehlshaber zufolge haben bereits mehrere Tests dieser Raketen stattgefunden. Aktuell werde die Infrastruktur des Weltraumbahnhofs Plessezk ausgebaut, damit sie auch dort getestet werden können.

    Ferner teilte Karakajew mit, dass neben „Sarmat“ ein weiterer Raketenkomplex entwickelt werde. „Ich spreche von ‚Avangard‘ mit gleitendem beflügelten Schlagblock“, präzisierte der General. Die Serienproduktion dieser Waffen habe schon begonnen. Die ersten Exemplare wird im kommenden Jahr ein Raketenregiment in der Ortschaft Dombarowski (Gebiet Orenburg) bekommen.

    Die Eigenschaften dieses Raketenkomplexes mit gleitendem Hyperschall-Schlagblock seien einzigartig, unterstrich der Befehlshaber der Raketentruppen. Damit könnten die russischen Waffen die gegnerische Raketenabwehr leichter überwinden und gegnerische Objekte treffen.

    „Man kann behaupten, dass die USA in absehbarer Zeit nicht nur ihre Versuche zur Eindämmung der strategischen nuklearen Kräfte Russlands fortsetzen werden, sondern auch weiterhin nach neuen Möglichkeiten für die Lösung dieser Aufgabe suchen werden“, so General Karakajew.

    Er erinnerte daran, dass die Sowjetunion bzw. Russland und die USA seit vielen Jahren durch den START-Vertrag verbunden seien und in dessen Rahmen ihre Atomwaffen um mehr als 70 Prozent reduziert hätten. Dennoch bauten die USA ihr Raketenabwehrpotenzial permanent aus und verletzten dadurch das Gleichgewicht zwischen Offensiv- und Defensivrüstungen, ergänzte er.

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    Tags:
    Hyperschallwaffen, Raketentruppen, Modernisierung, Sarmat, START-Vertrag, INF-Vertrag, Verteidigungsministerium Russlands, Sergej Karakajew, USA, Russland